Dynamo muss heute nach Lübeck: Ganz heißes Pflaster an der Lohmühle

Dresden - Das Stadion an der Lohmühle in Lübeck ist ein reines Fußballstadion. Die Zuschauerränge gehen drei Meter hinter den Tor- und Seitenauslinien los. Es ist eng, dadurch ist es laut, stimmungsvoll und auch sehr emotional. "Ich bin ein Fan von solchen Stadien", sagt Trainer Markus Anfang (49).

Das Stadion an der Lohmühle in Lübeck ist ein heißes Pflaster. In der hitzigen Atmosphäre ging schon mancher Gegner unter. Dynamo will am Samstag dort bestehen.
Das Stadion an der Lohmühle in Lübeck ist ein heißes Pflaster. In der hitzigen Atmosphäre ging schon mancher Gegner unter. Dynamo will am Samstag dort bestehen.  © Picture Point / Gabor Krieg

Das kann einen Gegner schon beeinflussen, wenn immer wieder von Außen Dingen reingerufen werden, wenn es hitzig wird. Ganz ohne ist es nicht, wenn die Fans so nah am Geschehen sitzen bzw. stehen.

Das letzte Mal war das für Dresden im Mai in Meppen der Fall - Ausgang bekannt.

"Mit Stimmung sollten wir uns auskennen, weil wir unsere Heimspiele auch immer vor vielen Leuten haben. Das sollte uns nicht beeinflussen, wir sollten bei uns bleiben, unsere Aufgaben sehen und dementsprechend unseren Fußball durchbringen", nimmt sich Anfang für das Spiel am Samstag vor.

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Er will auf seine Jungs noch einmal auf die Stimmung in Lübeck hinweisen, ihnen Tipps mit auf den Weg geben, wie sie sich verhalten sollen.

"Auf alle Fälle müssen wir kühlen Kopf bewahren. Aber das sind Emotionen, wenn sie da sind, sind sie da. Die können aber auch positiv sein und dich beflügeln. Das wäre das Beste", so Anfang.

Dynamo Dresden steht in Lübeck vor einem Härtetest

Die Ruhe vor dem Sturm: Das Stadion an der Lohmühle.
Die Ruhe vor dem Sturm: Das Stadion an der Lohmühle.  © Picture Point / Gabor Krieg

Denn seiner Mannschaft steht ein Härtetest bevor. Gerade im Vorjahr waren es die vermeintlich Kleinen, die immer wieder zum Stolperstein wurden. Und als Aufsteiger gehört man zwangsläufig dazu - ob man will oder nicht.

Das will Anfang aber aus den Köpfen seiner Mannschaft bekommen. Voller Fokus, egal wie der Gegner heißt. Der VfB hat in seinen bisherigen fünf Partien zwar nur einmal gewonnen (3:1 in München), aber auch nur einmal verloren (0:3 in Ulm).

"Man sieht an den ersten Partien, dass es ein schweres Spiel für uns wird. Wir treffen auf eine Mannschaft, die sowohl lange Bälle spielt, aber es auch von hinten aufbauen kann. Dazu kommt, dass sie eine erfahrene Truppe sind und Spieler mit Zweitligaerfahrung in ihren Reihen haben", so der Coach.

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Lübeck wird versuchen, gut zu stehen und über Konter Nadelstiche zu setzen - angetrieben vom eigenen Publikum. "Wir müssen dem Gegner entsprechend gegenübertreten, dann sind wir immer in der Lage, Spiele zu gewinnen", so Anfang.

Hätte auch eins zur Folge: Die Lohmühle würde verstummen.

Titelfoto: Bildmontage: Picture Point / Gabor Krieg

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