Hannover - Es bleibt dabei: Gegen die Top-5-Teams der Liga kann Dynamo nicht gewinnen, holte aber vor 40.300 Zuschauern bei den heimstarken Hannoveranern auch dank eines überragenden Tim Schreiber ein 0:0. Bis zum gegnerischen 16er war das eine verdammt starke Leistung der Dresdner, ab da zu wenig. Die TAG24-Noten.
Tim Schreiber: Eine Hälfte ohne jede Beschäftigung. In der zweiten bekam er zu tun. Großartig gegen Elias Saad (63.), extrem großartig gegen Boris Tomiak (71.) und sensationell beim Kopfball von Stefan Thordarson (90.+4). Zudem sicher in all seinen Handlungen. Bestes Spiel im Dynamo-Trikot - Note: 1
Jonas Sterner (bis 64.): Sicher im Stellungsspiel, was den Rückwärtsgang betraf. Ließ dort nichts zu. Nach vorn zu zögerlich. Seine Flanken kamen entweder zu lang oder zu kurz. Er agierte zu brav - Note: 4
Thomas Keller: Dirigierte seine Mannen vor und neben ihm geschickt, hatte alles im Griff. Auch in der 2. Hälfte immer mit erhobenem Kopf, als 96 stärker wurde. Schleppte sich am Ende mit Hüftschmerzen über den Rasen - Note: 2
Friedrich Müller: Cool, wie der 20-Jährige aufspielte. Ruhig, robust, zweikampfstark - und das vor so einer Kulisse. Sogar mit einem Sprint quer durchs Mittelfeld, Hut ab - Note: 2
Alexander Rossipal (bis 64.): Machte seine Schotten dicht, fand aber kaum mal die Zeit, mit nach vorn zu kommen. Seine Flanken und Abschlüsse fehlten. Mit viel Dusel, dass bei seinem Trikotzupfer im 16er gegen Daisuke Yokota (58.) der Elferpfiff ausblieb - Note: 3
Kofi Amoako: Aufmerksam, giftig, rettete einmal in höchster Not. Kurbelte nach vorn an. War kaum zu überspielen. Starke Partie - Note: 2
Robert Wagner: Gab das Tempo im Dynamo-Spiel vor, beruhigte, wenn es sein musste, auch mit Gesten. Zog bei keinem Zweikampf zurück - Note: 2
Dynamo Dresden: In der Offensive ging nicht viel
Niklas Hauptmann (bis 72.): Gab seiner Mannschaft die nötige Stabilität, musste aber defensiv denken, gewann wichtige Zweikämpfe. Die Ideen nach vorn zündeten nicht immer - Note: 3
Jason Ceka (bis 72.): Sein Spiel erklärt am Beispiel des ersten Angriffs nach 30 Sekunden: Mit viel Mut hätte er von Rechtsaußen in den Strafraum ziehen können. Mit Mut spielt er den Risiko-Pass. So nahm er den Ball an, drehte sich und spielte die Kugel zurück. Nicht verkehrt, auf keinen Fall. Aber der Mut, Dinge zu Ende zu bringen, fehlte bis zu seiner Auswechslung - Note: 4
Vincent Vermeij (bis 87.): Dynamo-Stürmer ist derzeit undankbar. Im Ur-Job Bälle festmachen, Bälle verteilen - das machte er. Auch nach hinten arbeitete er vorbildlich mit. Aber selbst bekam er erneut keinen gefährlichen Ball aufgelegt - Note: 3
Ben Bobzien: Mit zwei, drei guten Aktionen fern des gegnerischen Strafraums. In der Nähe mit gutem Pressing, aber ohne großen Zug zum Tor - Note: 4
Sascha Risch (ab 64.): Comeback nach seiner schweren Schulterverletzung! Erstes Spiel seit dem 4. Oktober und dem 3:3 gegen den KSC. Merkte man ihm nicht an, war sofort drin - Note: 3
Konrad Faber (ab 64.): Deutlich offensiver als Sterner, hinten aber dennoch stabil - Note: 2
Luca Herrmann (ab 72.): -
Jakob Lemmer (ab 72.): -
Christoph Daferner (ab 87.): -