Dynamo: Seriöser 4:0-Sieg in Glauchau bei Cueto-Debüt

Glauchau - Dynamo hat seine Aufgabe im Achtelfinale des Sachsenpokals beim Landesliga-Spitzenreiter VfB Empor Glauchau seriös gelöst. Vor 4000 Zuschauern (ausverkauft) gewann Dresden mit 4:0 (2:0). Die Tore schossen der auffällige Tom Berger (29.), Manuel Schäffler (41./73.) und Dennis Borkowski (69.).

Dynamos Kevin Ehlers (22, l.) im Eins-gegen-Eins gegen Glauchaus Jonas Mack (26).
Dynamos Kevin Ehlers (22, l.) im Eins-gegen-Eins gegen Glauchaus Jonas Mack (26).  © Picture Point/Gabor Krieg

Erst einmal großen Respekt an die Glauchauer. Das war von A bis Z ein gelungener Tag. Der Veranstalter hat sich sehr viel Mühe gegeben, alles klappte reibungslos.

Wie die Verantwortlichen, so legten sich auch die Spieler ins Zeug, sie spielten gegen den Drittligisten diszipliniert und kämpften aufopferungsvoll. Dynamo-Trainer Markus Anfang schickte seine 1b-Elf auf den Rasen, keiner stand im letzten Punktspiel in Saarbrücken in der Startelf. "Wir wollen allen die nötige Spielpraxis geben, wollen das hier dennoch seriös angehen und eine Runde weiterkommen", sagte er vorm Anpfiff.

Auf dem tiefen Platz und bei exakt 0 Grad Temperatur tat sich Dresden gegen massiv in der Abwehr stehende Gastgeber lange Zeit schwer. Vor allem von den Außen fehlte die Genauigkeit bei den Flanken.

Leidenschaft fehlt! So verspielt Dynamo den Aufstieg
Dynamo Dresden Leidenschaft fehlt! So verspielt Dynamo den Aufstieg

So war eine Einzelaktion der Dosenöffner für die Partie. Berger (29.) drehte sich um zwei Gegenspieler, lief noch zwei Schritte und zog mit links aus 18 Metern ab - feiner Treffer.

Am 9. Dezember wird das Viertelfinale ausgelost

Manuel Schäffler (34, l.) überwindet Dominik Reissig (27) und trifft zum 2:0 für Dynamo.
Manuel Schäffler (34, l.) überwindet Dominik Reissig (27) und trifft zum 2:0 für Dynamo.  © Picture Point/Gabor Krieg

Ebenso sehenswert war das zweite Tor: Panagiotis Vlachodimos schickte mit einem genialen Außenristpass Schäffler (41.) auf Reisen. Er nahm den hoppelnden Ball gut mit und jagte ihn in den Winkel.

Die zweite Hälfte verlief ähnlich. Dresden war im Vorwärtsgang, Glauchau verteidigte, wagte sich aber auch ab und an in die Offensive. Kevin Broll im Dynamo-Tor froh also nicht fest.

Der personelle Höhepunkt folgte in der 62. Minute. Lucas Cueto betrat den Rasen, er kam für Jongmin Seo. Für Cueto war es nach viermonatiger Verletzungspause das Pflichtspieldebüt für Dynamo. Was er kann, zeigte er wenig später. Seine butterweiche Flanke köpfte der ebenfalls eingewechselte Borkowski (69.) ein. Vier Minuten später staubte Schäffler zum 4:0 ab.

Dynamo-Fans mit Protest: Nach der Unterbrechung schlägt Aue zu
Dynamo Dresden Dynamo-Fans mit Protest: Nach der Unterbrechung schlägt Aue zu

Am Ende hätte Dynamo das Ergebnis noch höher gestalten können, doch der gute VfB-Keeper Stefan Schmidt hatte etwas dagegen. Zum Schluss sorgte noch ein nur mit Jeans-Hose gekleiderter Flitzer für Erheiterung, der sich die Eckfahne schnappte und sich feiern ließ.

Die Paarungen des Viertelfinals werden am 9. Dezember in der Halbzeitpause der Regionalliga-Partie zwischen dem FSV Zwickau und Lok Leipzig ausgelost. Der Spieltermin ist der 23./24. März 2024.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: