Dynamo-Trainer Stamm trauert vergebenen Chancen in Paderborn nach: "Effizienz gefehlt"
Paderborn - Die 63. Spielminute in Paderborn, es steht 1:0 für Dynamo. Niklas Hauptmann (29) passt auf den eben eingewechselten Christoph Daferner (28). Der scheitert frei stehend am überragenden SCP-Keeper Dennis Seimen (20). SGD-Trainer Thomas Stamm (43) dreht sich um und tritt wütend gegen die Kabinenwand. Danach nimmt das Unheil seinen Lauf. Der SCP trifft noch zweimal.
"Aus meiner Sicht haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht. Uns hat allerdings die Effizienz gefehlt. Wenn wir unsere Chancen besser nutzen, steht es meiner Meinung nach spätestens zur 63. Minute deutlich für uns", haderte Stamm auch nach dem Spiel (1:2) noch mit der mangelnden Chancenverwertung. Die brach Dresden in Paderborn das Genick.
Das Tor von Vincent Vermeij (31, 32. Minute), sein siebtes, brachte Dresden völlig verdient in Führung - nach einer abermals bockstarken ersten Hälfte.
"Wir hatten das Spiel in den ersten 45 Minuten gut unter Kontrolle, haben wenig zugelassen und selbst sehr gute Umschaltmomente gehabt. Im letzten Drittel waren unsere Abschlüsse jedoch nicht sauber genug – sonst hätten wir schon früher klar führen können", so der Schweizer.
"Auch nach der Pause sind wir sehr gut ins Spiel gekommen und hatten direkt drei große Chancen", sagte er. Der Lattenkracher von Ben Bobzien (22, 54.), den Abpraller danach von Jason Ceka (26), den Seimen stark hielt. Sekunden später lenkte Paderborns Ruben Müller (20, 56.) eine Bobzien-Hereingabe aufs eigene Tor, wieder parierte der U21-Nationaltorhüter überragend.
Thomas Stamm: Punkt wäre "absolut verdient gewesen"
Und dann "Daffis" Brett: "Wenn wir da das zweite Tor machen, läuft das Spiel vermutlich ganz anders. Stattdessen kommt der Gegner zurück ins Spiel", ärgerte sich Stamm: "Gegen einen starken Gegner haben wir es am Ende nicht geschafft, die Führung konsequent zu verteidigen und das 1:0 über die Zeit zu bringen. Das ist natürlich sehr ärgerlich. Wir sind enttäuscht, dass wir keine Punkte mitnehmen, denn meiner Meinung nach wäre das absolut verdient gewesen. Aber so ist der Fußball manchmal."
Doch den Kopf steckte er nicht in den Sand. Dass Rückschläge kommen, war klar, und Paderborn ist nicht irgendwer in der 2. Liga. Wichtig: Dresden bleibt auch nach dem Spieltag über dem Strich, das gilt es mit aller Vehemenz zu verteidigen.
"Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen. Nach der Länderspielpause müssen wir gestärkt zurückkommen und im nächsten Spiel wieder angreifen", so der Coach.
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Titelfoto: Bildmontage: Swen Pförtner/dpa
