Dynamos schöne Serie auf den Kopf gestellt: Schon 19 Punkte nach Führung vergeigt

Dresden - Es war einmal - da verlor Dynamo nicht, wenn es vorn lag. Das war vom 34. Spieltag der Saison 2022/2023 bis hin zum 10. Spieltag dieser Saison. 41 Mal war das insgesamt der Fall. Nach einem 1:0 gab es immer mindestens einen Punkt. Das hat sich geändert. 19 Zähler hat die SGD nach eigener Führung (1:0 oder 2:1) bisher abgegeben - das ist eindeutig zu viel.

Christoph Daferner (28) traf im Rückspiel daheim gegen Bielefeld zum 1:1. Zum Sieg reichte es nicht.
Christoph Daferner (28) traf im Rückspiel daheim gegen Bielefeld zum 1:1. Zum Sieg reichte es nicht.  © Lutz Hentschel

Rechnet man die 19 Punkte dazu, würde Dresden auf Platz sechs stehend mit um den Aufstieg kämpfen. Doch so weit will gar keiner gehen.

Hätte sich die SGD allein im eigenen Stadion nach Führungen schadlos gehalten, könnte man jetzt sorgenfreier in die Zukunft schauen. Daheim gegen Paderborn und jetzt gegen Elversberg führte Dynamo 1:0 und musste sich noch mit 1:2 geschlagen geben. Genau dasselbe passierte auch in Kiel kurz vor Weihnachten.

In Elversberg, gegen Hannover, gegen Karlsruhe (da 2:1), in Münster (dort sogar zweimal) und im Rückspiel gegen Bielefeld spielte Dresden nach Führungen noch remis. Insgesamt führten die Schwarz-Gelben in elf von bisher 22 Spielen, also genau in jedem zweiten mit 1:0, einmal mit 2:1.

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Im umgedrehten Falle gewann Dynamo nur einmal nach einem 0:1-Rückstand - beim 2:1 in Magdeburg.

Dynamo Dresden kann mit jedem Gegner mithalten

Tim Schreiber (23) ist überzeugt davon, dass sein Klub die Kurve noch bekommt.
Tim Schreiber (23) ist überzeugt davon, dass sein Klub die Kurve noch bekommt.  © Lutz Hentschel

Allein die Statistik zeigt, Dynamo kann mit allen mithalten, aber halt nicht gegen alle gewinnen. Gegen die derzeitigen besten acht der Liga gelang noch kein Dreier.

In der Rückrunde war es allerdings das erste Mal, dass Dynamo nach einer Führung komplett leer ausging - trotz einer über weite Strecken guten Vorstellung.

"Sören Gonther hat es schon vor Beginn der Rückrunde gesagt, wir werden auch auf die Fresse fallen. Das ist jetzt passiert. Aber wir werden wieder aufstehen", sagte Keeper Tim Schreiber (23) nach der Partei gegen die SVE. "Das war der spielstärkste Gegner in der Liga, der auch nach Rückständen einfach sein Ding durchzieht", erkannte Alexander Rossipal (29) an.

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Und genau das fehlt Dynamo noch in einigen Spielen.

Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel (2)

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