Dynamos seltene Wackler in der Defensive: "Entspricht nicht unserem Anspruch"
Dresden - Es klingt immer ein bisschen blöde, wenn man verliert, aber für sich deklariert, die bessere Mannschaft gewesen zu sein. Das war am Freitag in Düsseldorf so. Dynamo war besser. Die Statistiken weisen lediglich zwei Fakten auf, in denen die Fortuna vorne war. Im Endergebnis und in der Laufdistanz. Alle anderen sprachen für die Schwarz-Gelben, teilweise sogar deutlich.
Aber am Ende stand ein 1:3 und das hatte Gründe. Welche, die man längst überwunden glaubte. Denn bis vor dem Spiel am Rhein stellte Dynamo die beste Abwehr der Rückrunde, lag bei nur 13 Gegentoren.
Jetzt sind es 16 - und selbst das ist nach Hannover jetzt immer noch der zweitbeste Wert. Aber an jenem Abend passte im defensiven Verhalten nicht viel zusammen. Dresden half bei allen Gegentoren mit.
"Im letzten Drittel waren wir nicht so sauber wie in den vergangenen Wochen. Das hat uns am Ende das Spiel gekostet", erklärt Trainer Thomas Stamm (43), dass es auch vorn hakte.
"Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir defensiv nicht gut genug waren. Vor allem beim ersten und dritten Gegentor haben wir nicht konsequent genug verteidigt. Es entspricht nicht unserem Anspruch, kurz vor der Pause noch ein so einfaches Gegentor zu kassieren", hadert er: "Die Tiefe haben wir nicht so verteidigt, wie wir es eigentlich müssen und wie wir es in den letzten Wochen auch gut gemacht haben."
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Dynamo Dresden: Hätte Friedrich Müller gegen Fortuna Düsseldorf spielen sollen?
Das alles hat bei den vorhergehenden Spielen besser geklappt. Viermal spielte Dresden in der Rückrunde zu null, auswärts dabei in Hannover (0:0) und Nürnberg (2:0) - beide Male stand Friedrich Müller (20) in der Innenverteidigung. Einmal vertrat er Julian Pauli (20), einmal Thomas Keller (26).
Und vielleicht - im Nachhinein ist man bekanntlich immer schlauer - wäre Müller auch diesmal die bessere Option gewesen, weil er eben über die nötige Spielpraxis verfügte. Natürlich verzichtet ein Trainer ungern auf einen absoluten Führungsspieler, der Keller nun einmal ist.
Aber der 26-Jährige wirkte irgendwie nicht richtig fit - siehe die Gegentore eins und drei. Ihm fehlte nach der verletzungsbedingten Pause auf keinen Fall die Frische, aber eben die Praxis.
Jetzt hat Keller seine Minuten gespielt. Und man kann sich sicher sein, gegen Kaiserslautern am Samstag wird die Defensive wieder besser stehen.
Die Fehler macht er kein zweites Mal.
Titelfoto: imago/Fotostand

