"Ein bisschen zu viel Energie": Dynamo-Profi Faber lässt keine Minute ungenutzt!

Antalya (Türkei) - So ein Trainingslager kann schon anstrengend sein. Meistens eigentlich für die Beine, für den ein oder anderen Schwarz-Gelben vielleicht aber im Kopf - befürchtet zumindest Konrad Faber (28).

Hält seine Kollegen fernab des Platzes so richtig in Bewegung: Dynamo-Kicker Konrad Faber (28).  © Lutz Hentschel

"Ich hoffe sehr, dass ich bei zwei, drei Kollegen nicht für einen Lagerkoller verantwortlich bin", gibt der mal wieder äußerst gut gelaunte Außenverteidiger von Dynamo Dresden zu und erklärt, warum:

"Ich gehe allen auf die Nerven, weil ich die ganze Zeit irgendwas machen will. Ich will mit denen mal Tennis spielen, Beachvolleyball, aber die wollen alle nicht. Denen ist es dann immer zu viel und dann machen sie Witze über mich."

Besonders hart trifft es wohl Zimmerkollege Claudio Kammerknecht (26), der sein Leid bereits den Fans geklagt haben soll: "Wenn er schlafen gehen will, muss er das eine halbe bis dreiviertel Stunde vorher anmelden. Weil, so direkt sagen, er geht jetzt schlafen, dann kann ich ihn nicht in Ruhe lassen", zeigt sich Faber ehrlich.

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"Und wenn 'Kammer' um vielleicht viertel nach elf anmeldet, er will schlafen gehen, dann lässt 'Konny' ihn so viertel vor zwölf ungefähr in Ruhe, sagt nichts mehr, macht keinen Blödsinn mehr und dann kann er schlafen."

Morgens wachen die beiden bei Musik aus Sri Lanka auf, ansonsten hat Faber noch den Finnen in sich entdeckt, heizt allen Spielern und Fans in der Sauna mit seinen Aufgüssen ordentlich ein, sogar mit "eigenen Wedelarten" mit dem Handtuch.

"Ich habe einfach ein bisschen zu viel Energie, das war irgendwie auch noch nie anders. Da bin ich froh drum, also mir macht das Spaß", so die Leihgabe vom FC St. Gallen.

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Dynamos Konrad Faber tankt Energie für Zweitliga-Rückrunde

Dynamos Außenverteidiger gibt auch auf dem Rasen Vollgas.  © Lutz Hentschel
Immer in Action! Der 28-Jährige will und kann keine ruhige Kugel schieben.  © Lutz Hentschel

Seine Energie zeigt sich auch auf dem Platz - im positiven Sinn. Denn mit 179 gelaufenen Kilometern in 17 Spielen hat kein Dresdner mehr. Ligaweit ist das Platz elf. Noch deutlich besser: Mit 361 Sprints hat nur Berlins Fabian Reese (28, 386) mehr hingelegt.

Trotzdem kann Faber auch mal runterfahren: im Tunnel vor dem Spiel, bei den Einheiten auf dem Platz.

"Wenn ich spiele, will ich gewinnen. Dann ist es vorbei mit dem Spaß. Nach einer Niederlage will ich auch meine Ruhe. Das dauert dann, weil mir das gegen den Strich geht", erklärt der 28-Jährige.

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Niederlagen gab's in der Hinrunde so einige. Die Familie hat in der Winterpause aber perfekt helfen können, um den Kopf freizubekommen und Energie für die Rückrunde tanken zu können.

"Ich bin mir sicher, dass wir sehr viel Spaß haben werden. Weil ich mir sicher bin, dass wir eine gute Rückrunde spielen werden. Es war in der Hinrunde so oft so knapp. Ich weiß, wie wir auf dem Platz arbeiten, ich weiß, was für eine tolle Truppe wir sind", macht der Außenverteidiger klar.

Er ergänzt: "Ich hatte schon mal schwierige Phasen, da ist es manchmal ganz anders. Das hier lässt mich einfach so positiv stimmen, dass ich mir ganz sicher bin, dass wir viel Spaß haben werden. Alle gemeinschaftlich und dass wir eine deutlich bessere Rückrunde spielen werden als die Hinrunde."

Tabelle 2. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Schalke 04 17 22:10 37
2 SV 07 Elversberg 17 31:15 34
3 SV Darmstadt 98 17 29:17 33
4 SC Paderborn 07 17 28:18 33
5 Hannover 96 17 30:22 29
6 Hertha BSC 17 21:16 28
7 1. FC Kaiserslautern 17 29:21 27
8 1. FC Nürnberg 17 19:23 22
9 Karlsruher SC 17 25:33 22
10 VfL Bochum 1848 17 23:22 21
11 Holstein Kiel 17 20:22 20
12 SC Preußen Münster 17 22:26 20
13 Eintracht Braunschweig 17 20:29 20
14 Arminia Bielefeld 17 27:24 19
15 1. FC Magdeburg 17 21:29 17
16 Fortuna Düsseldorf 17 15:27 17
17 SpVgg Greuther Fürth 17 26:44 15
18 SG Dynamo Dresden 17 24:34 13

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.

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