Einer wie Ebnoutalib? So tickt Dynamos neuer Stürmer
Dresden - Der Ketchup-Flaschen-Effekt? Erst kommt gar nichts, und plötzlich läuft's. Mit Kaan Inanoglu (20) hat Dynamo Dresden am Donnerstag den zweiten Neuzugang binnen zwei Tagen vorgestellt. Der Regionalliga-Bomber könnte einen ähnlichen Weg einschlagen wie ein (Ex-)Kollege von Eintracht Frankfurt.
Die Hessen, von denen der 20-jährige Stürmer kommt, haben sich eine Rückkaufoption gesichert. Sollte Inanoğlu in der 2. Bundesliga einschlagen, führt sein Weg sicherlich schnell wieder zurück. Dass das möglich ist, hat Younes Ebnoutalib (22) gerade erst bewiesen.
Aus der Frankfurter Jugend einst nach Italien ausgezogen, dann aber erst in der Regionalliga beim FC Gießen wieder Fuß gefasst. Da machte der Angreifer sechs Tore (zwei Vorlagen) in 19 Partien, empfahl sich im Januar 2025 für einen Wechsel nach Elversberg. Bei den Saarländern netzte er in 25 Zweitliga-Spielen zwölfmal - die Eintracht schlug zu.
Und Inanoğlu? Der war zuletzt für ein halbes Jahr in die Regionalliga an den FC Homburg ausgeliehen. Dort netzte der US-amerikanische Juniorennationalspieler der Türkei in 17 Spielen 16-mal (fünf Vorlagen).
"Tore, Tore, Tore, das ist immer wichtig für mich als junger Stürmer", erklärte er in richtig gutem Deutsch in einem Video der Saarländer.
Kaan Inanoglu - Jung, motiviert und mit stabiler Körpersprache
Mit 15 kam er erstmals nach Deutschland, was laut Dynamos Sportboss Sören Gonther (39) seinen "enormen Drang nach Erfolg" zeigen würde.
"Mein Traum als Kind war immer, in Europa Fußball zu spielen, in der Champions League. In Deutschland hast du die Möglichkeit, vor 50.000 zu spielen. Mit 15 ist das schon schwer, aber ich habe viel gelernt", so Inanoğlu, der sich als "nett, probierfreudig und Familienmensch" beschreibt.
Und auf dem Rasen? "Ich bin ein junger, motivierter Spieler, laufe mit und ohne dem Ball. Ich will meine Mitspieler motivieren. Meine Körpersprache ist – glaube ich – recht stabil, gerade im Sechzehner."
Bei der SGD hat der Youngster jetzt die Möglichkeit, zu zeigen, dass er das Zeug für noch größere Aufgaben hat.
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