Form-Check nach Spiel eins: Wie schlugen sich Dynamos Winter-Neuzugänge?

Dresden - Thomas Stamm (42) will grundsätzlich keine Einzelbewertungen vornehmen, da macht Dynamos Coach auch bei den vier Neuzugängen, die beim Sieg gegen Greuther Fürth in der Startelf standen, keine Ausnahme. Aber waren die vier Leihen tatsächlich ein Upgrade?

"Ich bin zufrieden, alle haben sehr stabil gespielt und haben unserem Spiel gutgetan, sodass die Null steht. Gerade, was die Stabilität betrifft, haben alle neuen Spieler dazu beigetragen. Aber ich werde nicht jeden Einzelnen durchgehen", erklärte Stamm.

Dynamos Coach will nicht ins Detail gehen, daher macht TAG24 nach Spiel eins den Neuzugang-Check:

Thomas Keller

Viel besser kannst du dich nicht einführen. Führungstreffer für die SGD geköpft und auch sonst mit drei Abschlüssen Dresdens bester Angreifer - und das als Innenverteidiger.

Bei seiner Kernkompetenz, dem Verhindern von Toren, wirkte er nicht weniger souverän. Die Heidenheim-Leihe gewann viele Zweikämpfe und gab Nebenmann Julian Pauli (20) deutlich mehr Sicherheit. "Er coacht und dirigiert ganz klar, auch im Training. Du bekommst immer eine Meinung, das tut uns gut. Dadurch kann er andere Spieler besser machen", gab Stamm dann doch noch auf Nachfrage zu.

Keller ist definitiv ein Upgrade.

Thomas Keller (26, r.) war der Vater des Erfolgs.
Thomas Keller (26, r.) war der Vater des Erfolgs.  © Lutz Hentschel

Jonas Sterner

"Ich denke, bei Hannover hat er nicht so einen leichten Weg gehabt. Er hat sich extrem gefreut, jetzt wieder bei Dynamo zu sein. Der Junge brennt auch für Dresden, für Dynamo. Das ist ein absolutes Match", wusste Keeper Tim Schreiber (23) über den Rückkehrer zu sagen.

Und obwohl Sterner in der Hinrunde kaum zum Zug kam, spielte er wie ein alter Zweitliga-Hase. Auf der rechten Seite ging es viele Kilometer auf und ab, mit 32,94 km/h war der 23-Jährige auch schnellster Spieler auf dem Feld.

Seine Flanken können in den nächsten Wochen und Monaten eine Waffe sein. Bei seinen Standardsituationen hat er es schon bewiesen.

Hohes Tempo und Laufintensität: Dauerläufer Jonas Sterner (23, l.).
Hohes Tempo und Laufintensität: Dauerläufer Jonas Sterner (23, l.).  © Lutz Hentschel

Robert Wagner

Selbst erst 22 Jahre alt, aber ein wichtiger Ruhepol im Dresdner Mittelfeld und für Nebenmann Kofi Amoako (20). "Robert hat auch sehr viele Laufwege als Sechser aufgenommen. Das hat allen gutgetan", erklärte Schreiber.

12,4 abgespulte Kilometer sprechen eine deutliche Sprache. Kein Spieler auf dem Platz legte mehr zurück - und blieb in (fast) jeder Situation cool, auch nach einer frühen Gelben Karte. Dass noch nicht alles perfekt war, zeigte eine Szene in der 86. Minute, als er schlief und die SGD fast noch ein Gegentor kassierte.

Trotzdem passt die Freiburg-Leihe natürlich perfekt ins System Stamm.

Mit erst 22 Jahren spielt Robert Wagner (22, M.) sehr abgeklärt.
Mit erst 22 Jahren spielt Robert Wagner (22, M.) sehr abgeklärt.  © Lutz Hentschel

Jason Ceka

Der Neuzugang mit den größten Anpassungsschwierigkeiten. Er brachte seine Fähigkeiten noch nicht wirklich auf den Platz.

Jason Ceka (26) hatte noch ein paar Anpassungsschwierigkeiten.
Jason Ceka (26) hatte noch ein paar Anpassungsschwierigkeiten.  © Lutz Hentschel

Aber der Außenbahnspieler kann der Unterschiedsfaktor sein.

Bereits am Samstag in Magdeburg kann er das unter Beweis stellen. Und an der Börde hat er noch ein Hühnchen zu rupfen. Beste Voraussetzungen!

Titelfoto: Fotomontage (4): Lutz Hentschel

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