Heidenheim gegen Dynamo live: SGD-Boss Gonther frotzelt über heutigen Gegner - "Hätte ihn behalten"

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Heidenheim - Auf Dynamo Dresden wartet heute in der 2. Bundesliga ab 13 Uhr ein Duell der Pokal-Gegensätze: Während die SGD ihre Aufgabe gegen Rhynern souverän gemeistert hat, schied der 1. FC Heidenheim bei Jeddeloh II sang- und klanglos aus. Schwarz-Gelb würde den angeschlagenen Boxer jetzt gern ausknocken, doch der dürfte auf Wiedergutmachung aus sein.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43) betonte nach den Pokalspielen, dass ihm ein Weiterkommen des Gegners eigentlich lieber gewesen wäre. Denn aufgrund der Blamage wird der FCH unter der Woche ordentlich rangeklotzt haben und die heimische Voith-Arena mit einem Messer zwischen den Zähnen betreten.

Trotzdem sollte der zweite Liga-Sieg der Saison nach dem erfolgreichen Heimspielauftakt gegen Darmstadt (1:0) an der Brenz drin sein, denn Jeddloh II hat offenbart, dass beim Bundesliga-Absteiger längst noch nicht alles ineinandergreift.

In unserem TAG24-Liveticker zum Zweitligaspiel zwischen Dynamo und Heidenheim versorgen wir Euch mit allen Infos, Randgeschichten und Highlights.

10.53 Uhr: Volles Haus im höchstgelegenen Stadion Deutschlands

Die Voith-Arena in Heidenheim ist mit 15.000 an den Fan gebrachten Tickets heute ausverkauft.

Selbiges gilt somit natürlich auch für den Gästeblock, rund 1500 Anhänger aus Dresden reisen mit an die Brenz.

Das Stadion des Bundesliga-Absteigers befindet sich übrigens in malerischer Lage auf dem Heidenheimer Schlossberg und ist mit 555 Metern das höchstgelegene Stadion im deutschen Profifußball. Für die Akteure sollte sich die Belastung aber in Grenzen halten, spürbar anstrengender wird es laut dem Deutschen Alpenverein erst ab 1500 Metern.

Die Voith-Arena in Heidenheim wird heute prall gefüllt sein.
Die Voith-Arena in Heidenheim wird heute prall gefüllt sein.  © Harry Langer/dpa

10.27 Uhr: Sören Gonther hätte Thomas Keller nicht abgegeben

Ein weiteres Wiedersehen steht für Thomas Keller (27) auf dem Programm. Der Innenverteidiger reist heute zu seinem Ex-Klub.

Der gebürtige Münchner ging bereits im Sommer 2022 vom FC Ingolstadt nach Heidenheim, wo er aber - auch verletzungsbedingt - nur auf 22 Einsätze kam, die meisten davon eher kurz. Dass der Abwehrmann trotzdem enormes Potenzial und insbesondere auch Torgefahr bei Standards besitzt, bewies er dann vergangene Rückrunde an der Elbe.

Zur neuen Saison probierte es "Kelle" in der Vorbereitung nochmal beim FCH, letztlich konnte Dresden ihn aber vom heutigen Gegner loseisen und dem Vernehmen nach für rund eine Million Euro fest an die Elbe holen.

Dynamos Sport-Geschäftsführer Sören Gonther (39) ist mit seiner Arbeit diesbezüglich anscheinend äußerst zufrieden und konnte sich unter der Woche sogar eine kleine Spitze in Richtung Ostwürttemberg nicht verkneifen: "Also wenn ich Heidenheim gewesen wäre, hätte ich ihn behalten, aber das ist nicht meine Sache", sagte der 39-Jährige gegenüber TAG24.

Sören Gonther (39, r.) holte Thomas Keller (27, l.) im Sommer fest nach Dresden - und ist mit seinem Deal offenbar zufrieden.
Sören Gonther (39, r.) holte Thomas Keller (27, l.) im Sommer fest nach Dresden - und ist mit seinem Deal offenbar zufrieden.  © Lutz Hentschel

10.04 Uhr: Thomas Stamm trifft auf seinen früheren Torjäger

Zu einem Wiedersehen kommt es dafür bei Thomas Stamm (43): Der heutige Dynamo-Coach trifft nämlich auf seinen ehemaligen Goalgetter Maximilian Breunig (26).

Beide arbeiteten zwei Jahre von 2022 bis 2024 in der zweiten Mannschaft des SC Freiburg zusammen, wo der Schweizer aus dem Mittelstürmer einen echten Knipser formte.

Nach einer Spielzeit zur Akklimatisierung mit lediglich drei Treffern avancierte der gebürtige Würzburger mit elf Buden in 25 Partien zum Top-Torschützen der jungen Breisgauer, auch wenn er den Abstieg aus der 3. Liga als Tabellenschlusslicht damit nicht verhindern konnte.

Anschließend zog es Breunig zum FCH, vergangene Saison war er jedoch an den 1. FC Magdeburg ausgeliehen. Dort lief es für den Linksfuß eher unglücklich. Drei Treffer in 17 Zweitliga-Spielen waren Trainer Petrik Sander offenbar zu wenig, im Saisonendspurt kam er nur noch zu einem Kurzeinsatz. Immerhin stand er diese Spielzeit in allen drei Partien auf dem Rasen, in der Liga aber nur als Joker.

Vergangene Saison war Maximilian Breunig (26, vorn) an den FCM ausgeliehen. Heute trifft er auf seinen früheren Trainer Thomas Stamm.
Vergangene Saison war Maximilian Breunig (26, vorn) an den FCM ausgeliehen. Heute trifft er auf seinen früheren Trainer Thomas Stamm.  © Andreas Gora/dpa

9.45 Uhr: Verletzung verhindert Wiedersehen für Ex-Dynamo Christian Conteh

Ein ehemaliger Spieler der SGD steht bei Heidenheim im Kader, zum Wiedersehen kommt es am heutigen Samstag allerdings nicht. Christian Conteh (27) hat sich beim Saisonauftakt verletzt.

Der pfeilschnelle Flügelspieler aus der St.-Pauli-Jugend war in der Saison 2022/23 von Feyenoord Rotterdam zum damaligen Drittligisten nach Dresden ausgeliehen und steuerte je drei Treffer und Assists in 27 Einsätzen bei.

An der Elbe ging dem hochveranlagten Offensivakteur allerdings noch die Effizienz ab, was er vergangene Hinrunde bei Eintracht Braunschweig änderte und dafür im Winter mit einem Wechsel in die Bundesliga zum FCH belohnt wurde. Dort wurde er zudem mit seinem Bruder Sirlord (30) vereint, der ebenfalls in Heidenheim kickt.

Verletzungsbedingt kam er an der Brenz dann jedoch nur bedingt zum Zug - und auch der neue Angriff zu dieser Spielzeit wurde erst einmal ausgebremst. Bei seinem Kurzauftritt über sieben Minuten am ersten Spieltag gegen Osnabrück zog sich der gebürtige Hamburger einen kleinen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu und fällt damit erst einmal "bis auf Weiteres" aus.

Christian Conteh (27, l.) spielt inzwischen beim 1. FC Heidenheim, fehlt aber aktuell verletzt.
Christian Conteh (27, l.) spielt inzwischen beim 1. FC Heidenheim, fehlt aber aktuell verletzt.  © Jan-Philipp Strobel/dpa

9.22 Uhr: Das sind die Leistungsträger beim 1. FC Heidenheim

Trotz einiger namhafter Abgänge, darunter zum Beispiel Mittelfeldmotor Niklas Dorsch (28, FC Toronto) oder Rechtsverteidiger Omar Traoré (28, Udinese), steckt noch reichlich Qualität im Bundesliga-Absteiger.

Hinten hält Urgestein und Kapitän Patrick Mainka (31) den Laden zusammen. Der Innenverteidiger ist der Dauerbrenner beim FCH, absolvierte in den vergangenen drei Saisons jeweils alle(!) Ligaspiele über die volle Distanz und ist schon seit 2018 im Club. Zudem ist die 1,94-Meter-Latte bei Standards sehr torgefährlich: In 296 Einsätzen erzielte er 21 Treffer und verteilte neun Vorlagen.

Im Mittelfeld zeigt sich Antreiber Jan Schöppner (27) in bestechender Frühform und traf jeweils gegen Osnabrück und die Hertha. Achten sollte die SGD aber auch auf Neuzugang Marcel Costly (30), der vom FC Ingolstadt kam. Dort hatte der Rechtsaußen eine Traum-Saison mit 18 Toren und neun Vorlagen in der 3. Liga hinter sich. Am ersten Spieltag bestätigte er seine Scorer-Fähigkeiten gleich mit einem Treffer und zwei Assists gegen Osnabrück.

Vorn ruhen die größten Hoffnungen sicher auf dem georgischen EM-Fahrer von 2024, Budu Zivzivadze (32). Der Angreifer traf gegen den VfL ebenfalls gleich und beförderte den Ball vergangene Saison im Oberhaus auch immerhin sechsmal ins Netz.

Budu Zivzivadze (l.) und Marcel Costly jubeln beim Saisonauftakt gegen Osnabrück.
Budu Zivzivadze (l.) und Marcel Costly jubeln beim Saisonauftakt gegen Osnabrück.  © Jan-Philipp Strobel/dpa

8.59 Uhr: Stammkräfte verlassen Heidenheim vor Spiel gegen Dynamo Dresden

Auch hinter den Kulissen soll es nach dem durchwachsenen Saisonstart beim FCH ordentlich brodeln, einige Kicker seien unzufrieden. Unter der Woche verließ etwa die langjährige Stammkraft Adrian Beck (29) den Verein "auf eigenen Wunsch", wie es in der Club-Mitteilung hieß.

Der Mittelfeldspieler wechselte leihweise zum VfL Osnabrück. "Wenn ein Spieler seinen Wechselwunsch so klar hinterlegt, wie das bei Adrian Beck für uns überraschend jetzt der Fall gewesen ist, gilt es eine pragmatische Lösung zu finden", ließ sich Vorstand Holger Sanwald dazu zitieren.

Daneben schmerzt noch ein weiterer Abgang: Torjäger Marvin Pieringer (26) zog es ins Oberhaus zum Aufsteiger aus Paderborn. Der Mittelstürmer netzte vergangene Saison in der Bundesliga zwar nur viermal ein, war aber der designierte Zielspieler im Schmidt-System.

Immerhin gab es auch eine Verstärkung für die löchrige Defensive: Linksverteidiger Michael Heule (25) kam vom FC Thun aus der Schweiz an die Brenz. Das ließ sich der FCH kolportierte 2,75 Millionen Euro kosten, womit der Abwehrmann zum teuersten Linksverteidiger der Zweitliga-Historie avancierte.

Marvin Pieringer (26, l.) hat Heidenheim im Transferendspurt verlassen.
Marvin Pieringer (26, l.) hat Heidenheim im Transferendspurt verlassen.  © Tom Weller/dpa

29. August, 8.37 Uhr: 1. FC Heidenheim jetzt schon in der Krise

Während Dynamo in der ersten DFB-Pokalrunde ein besseres Testspiel erlebte und ohne Probleme weiterkam, setzte es für den heutigen Gegner ein Debakel. Heidenheim schied mit einer erschreckenden Leistung gegen den SSV Jeddeloh II aus der Regionalliga Nord aus.

2:5 hieß es am Ende aus Sicht des Bundesliga-Absteigers. Trotz einer frühen Führung ließ sich der FCH komplett den Schneid abkaufen, kassierte noch vor der Pause drei Gegentreffer und fand gegen den unterklassigen Kontrahenten auch nicht mehr wirklich zurück. "Der Tag tut weh. Die Niederlage war völlig verdient", gestand auch Frank Schmidt anschließend ein.

Vor allem die löchrige Defensive reihte sich nahtlos in die bisherigen Saisonleistungen ein. Schon an den ersten beiden Spieltagen kassierte die Truppe von der Brenz gegen den VfL Osnabrück (4:3) und die Hertha (1:4) insgesamt satte sieben Gegentreffer.

"Es ist eine ganz schwere Situation, die wir so in der Form noch nicht hatten", so Schmidt. "Wir haben so viele Baustellen."

Die FCH-Spieler stellten sich nach der Pokal-Blamage den Fans. Die Stimmung in Heidenheim könnte wenige Wochen nach Saisonstart besser sein.
Die FCH-Spieler stellten sich nach der Pokal-Blamage den Fans. Die Stimmung in Heidenheim könnte wenige Wochen nach Saisonstart besser sein.  © Carmen Jaspersen/dpa

8.19 Uhr: Die Bilanz zwischen Heidenheim und Dynamo Dresden

Ausgeglichener könnte die Statistik zwischen beiden Clubs wohl kaum sein: 14 Mal spielten beide Mannschaften bislang gegeneinander, fünf Duelle konnten sie jeweils für sich entscheiden. Dazu kommen vier Unentschieden.

Die letzten beiden Aufeinandertreffen gab es in der Zweitliga-Saison 2021/22. Damals holte Dynamo in der Rückrunde vor heimischer Kulisse ein 1:1-Unentschieden, in der Hinrunde musste sich die SGD an der Brenz allerdings 1:2 geschlagen geben.

Der letzte Sieg stammt aus der Spielzeit 2019/2020. In der Rückrunde sprang in Heidenheim ebenfalls ein Remis (0:0) unter Markus Kauczinski heraus, in der Hinserie bezwang Schwarz-Gelb den FCH am dritten Spieltag noch unter Coach Cristian Fiél mit 2:1. Die Treffer erzielten Patrick Ebert und Alexander Jeremejeff, für die natürlich auch da schon von Frank Schmidt trainierte Truppe netzte Denis Thomalla kurz vor Schluss noch zum Anschluss ein.

Mit mehr als zwei Jahren gehört Thomas Stamm (43, r.) bereits zu den Top fünf der amtsältesten Zweitliga-Trainer. Mit 18 Jahren und elf Monaten thront Frank Schmidt (52) in dieser Rangliste aber über allen.
Mit mehr als zwei Jahren gehört Thomas Stamm (43, r.) bereits zu den Top fünf der amtsältesten Zweitliga-Trainer. Mit 18 Jahren und elf Monaten thront Frank Schmidt (52) in dieser Rangliste aber über allen.  © Bildmontage: Lutz Hentschel, Elisa Schu/dpa

8 Uhr: Dynamo Dresden beim 1. FC Heidenheim im Liveticker

Hallo und herzlich willkommen zu unserem Liveticker zum Gastspiel der SGD auf dem Heidenheimer Schlossberg.

Ab 13 Uhr rollt dort der Ball. Kann Dynamo in der Liga an die gute Pokal-Leistung anknüpfen?

Titelfoto: Lutz Hentschel

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