Der Ton bei Dynamo wird rauer, Stamm genervt: "Nicht zweitligatauglich"

Dresden - Nach zehn Spieltagen, so sagt man, lügt die Tabelle nicht mehr. Und das tut sie im Falle der SGD auch nicht. Dynamo steht nach dem 1:2 daheim gegen Paderborn berechtigt dort, wo es steht - auf Relegationsrang 16. Ein Sieg, vier Remis und nun fünf Niederlagen. Das reicht nicht. So geht es stehenden Fußes zurück in Liga drei.

SGD-Trainer Thomas Stamm (42) ging mit seinem Team schonungslos ins Gericht.
SGD-Trainer Thomas Stamm (42) ging mit seinem Team schonungslos ins Gericht.  © Lutz Hentschel

Was Dynamo zugutegehalten werden muss: Das Team war nie gnadenlos unterlegen, wurde von keinem auseinandergenommen oder gar abgeschossen.

Es waren mit der Ausnahme von Darmstadt (0:2) stets Niederlagen mit nur einem Tor Differenz. Aber es waren halt Niederlagen - weil sich hinten wie vorn Fehler nicht abstellen lassen, weil irgendwann im Spiel die Kontrolle verloren geht, weil der Gegner stets den einen Tick cleverer agiert.

Oft war Pech dabei, siehe das unglückliche Eigentor von Lars Bünning (27) in Münster (2:2) oder der Handelfmeter gegen Paderborn. Aber auf Dauer ist es kein Pech mehr, sondern fehlende Qualität.

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Der Ton bei Trainer und Spielern war zwar nach der SCP-Pleite ruhig, aber er wird auch rauer. Egal, mit wem man sprach, er war genervt.

"So, wie wir in der Defensive verteidigen und Zweikämpfe führen, sind wir nicht gut genug für drei Punkte. Das ist bitter, aber die Wahrheit und daran gilt es zu arbeiten", war Trainer Thomas Stamm (42) schonungslos:

"Und dann sind es zwei Gegentore, also zwei im Schnitt im Moment. Das ist im Gesamtverbund nicht zweitligatauglich, wie wir verteidigen. Wir müssen Zweikämpfe im Grundsatz anders führen. Es ist meine Aufgabe, dass wir da besser werden. Den Schritt haben wir diese Woche nicht gemacht, weil wir Themen, die wir trainiert haben, nicht auf ein anderes Level gebracht haben." Fehlende Qualität eben!

Dynamo Dresden: Die Heimfestung ist keine mehr, es wird unruhig

Nach zehn Spieltagen, so sagt man, lügt die Tabelle nicht mehr. Und das tut sie im Falle der SGD auch nicht. Dynamo steht nach dem 1:2 daheim gegen Paderborn berechtigt dort, wo es steht - auf Rang 16.
Nach zehn Spieltagen, so sagt man, lügt die Tabelle nicht mehr. Und das tut sie im Falle der SGD auch nicht. Dynamo steht nach dem 1:2 daheim gegen Paderborn berechtigt dort, wo es steht - auf Rang 16.  © Lutz Hentschel

Torjäger Christoph Daferner (27), der sein Team vom Elfmeterpunkt mit 1:0 (26.) in Führung brachte, sprach seine Worte ebenfalls ruhig, aber mit Vehemenz: "Es ist schwierig, jede Woche das Gleiche zu erzählen, das nervt maximal. Ich sehe keinen großen Unterschied zwischen den zwei Mannschaften. Trotzdem schaffen wir es nicht, mal enge Spiele auf unsere Seite zu ziehen."

Lars Bünning ging mit ihm konform, wieder kein Sieg, wieder kein Heimsieg. Die eigene Festung ist keine mehr.

"Es ist eine Schande, dass wir mit unseren Fans und dieser Wucht noch keinen Heimsieg haben. Dass wir mithalten können, können wir nicht mehr hören, das wissen wir selbst. Aber das reicht halt nicht. Wir brauchen Punkte. Und dafür müssen wir dreckig sein. Und uns auch mal davon lösen, dass es schön aussehen muss", platzte ihm der Kragen.

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Es wird unruhig bei Dynamo und frostig - vor allem beim Blick auf die Tabelle, denn die lügt nicht mehr!

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Titelfoto: Lutz Hentschel

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