Windischgarsten (Österreich) - An diesem Donnerstagnachmittag reist Dynamo aus dem Camp in Windischgarsten ab. Trainer Thomas Stamm (43) hat viele neue Eindrücke gewonnen. Zwei Testspiele stehen noch an. Am Samstag über 2x90 Minuten im Trainingszentrum unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen Energie Cottbus und am 1. August gegen Union Berlin. Seine Stammelf hat er schon im Kopf.
Wird sie am Samstag gegen den Liga-Kontrahenten aus der Lausitz zu sehen sein? "Ja, schon", sagt Stamm klar.
"Also, wenn man sich gegen Graz mal zehn Minuten Zeit genommen hat, dann hat man auch ein paar Sachen gesehen. Wir haben uns einfach ein paar Überlegungen gemacht: Was ist für uns gerade vielleicht ideal? Wir haben gewisse Paare, gewisse Gruppen, gewisse Linien so aufgestellt, wo wir sagen, das passt. Das haben wir auf zwei Mannschaften aufgeteilt."
Damit dürfte vieles klar sein. Gegen Graz beim 5:0-Sieg haben in den ersten 60 Minuten die Abwehr und der Sturm gespielt, wie er gegen Nürnberg auflaufen könnte.
Also Tim Schreiber im Tor, Jonas Sterner (beide 24) links in der Viererkette, Brooklyn Ezeh (25) rechts und die beiden Innenverteidiger Thomas Keller (26) und Ahmet Muhamedbegovic (27). Im Angriff liefen Jakob Lemmer (26), Vincent Vermeij (31) und Ben Bobzien (23) auf.
Sieht so schon Stamms erste Elf aus?
In der zweiten Hälfte spielte dann das bevorzugte Mittelfeld mit Niklas Hauptmann (30), Robert Wagner (23) und Nicolai Rapp (29). Das wäre bis auf Rapp, Mohamedbegovic und Ezeh die Stammformation der so erfolgreichen Rückrunde der Vorsaison. Und genau darauf haben ja auch Stamm sowie Sportgeschäftsführer Sören Gonther (39) geschaut, das Gerüst des Teams beizubehalten.
In Stein gemeißelt ist das alles natürlich nicht. Aber es geht in die Richtung, wie Stamm auch bestätigt. "Gegen Cottbus in den 2x90 Minuten sagen wir: Okay, so ist der Stand jetzt und dann gegen Berlin auch."
Also: Wer gegen Energie beginnt, hat gute Chance, auch zum Punktspielauftakt gegen Nürnberg in der Startelf zu stehen.