Neuer Kaderplaner bei Dynamo: Deshalb baut Sören Gonther um

Dresden - Im November noch wurde Paul Wagner (auch intern) bei Dynamo Dresden vom ein oder anderen bereits als Nachfolger vom freigestellten Thomas Brendel (49) gehandelt. Er wurde es nicht. Jetzt trennen sich die Wege überraschend schnell. Warum?

Paul Wagner (27, M.) war anscheinend mit dem Konzept von Boss Sören Gonther (39, l.) nicht zufrieden.
Paul Wagner (27, M.) war anscheinend mit dem Konzept von Boss Sören Gonther (39, l.) nicht zufrieden.  © Lutz Hentschel

"Wir haben Paul in vertrauensvollen Gesprächen in die zukünftige Ausrichtung eingebunden und ihm hierfür einen gemeinsamen Weg aufgezeigt, um seine fachliche Expertise auch zukünftig in unserem Team einbinden zu können. Wir haben Verständnis dafür, dass Paul abweichende inhaltlich-fachliche Vorstellungen hat und akzeptieren seine Entscheidung, den weiteren Weg nicht mitzugehen", wird Sportgeschäftsführer Sören Gonther (39) in einer Vereinsmitteilung zitiert.

Dabei hielt man bei Schwarz-Gelb große Stücke auf Wagner, der seit April 2024 Leiter der Abteilung Scouting und Kaderplanung war und seit Januar 2020 im Verein. Stephan Engels (35) - zuletzt Kaderplaner beim Drittligisten 1860 München - übernimmt seinen Posten. Aber wozu braucht es eigentlich einen Kaderplaner?

Vor vielleicht zehn oder 15 Jahren reichten ein Sportchef und Trainer, hier und da noch der ein oder andere Scout. Inzwischen gibt es jedoch keinen Profiverein mehr, der nicht darauf zurückgreift oder gar ganze Abteilungen beschäftigt. Denn der Fußball ist gläsern wie nie zuvor.

Dynamo Dresden: Scoutingabteilung soll neu aufgestellt werden

Sören Gonther ist auf die Zuarbeit seiner Scouts angewiesen.
Sören Gonther ist auf die Zuarbeit seiner Scouts angewiesen.  © Lutz Hentschel

Kein Verein findet mehr einen Spieler, ohne dass ihn nicht die anderen auch auf dem Schirm hätten. Der technische Fortschritt macht die Talente-Jagd möglich. Noch dazu überschwemmen Spielerberater und -vermittler die Klubs mit ihren Schützlingen.

Die unzähligen Informationen müssen gesammelt, eingeordnet sowie Trainer und Sportboss vorgelegt werden - je nachdem, wo auf dem Spielfeld der Schuh drückt und man welches Spielerprofil sucht.

In den vergangenen Jahren wurde sich bei Dynamo in Sachen Spielersuche vor allem auf den deutschsprachigen Raum konzentriert. Ein Fehler, der jetzt wohl bereinigt werden soll, zumal einige Versuche im Sommer aufgrund fehlender Verbindungen erfolglos waren.

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Engels soll dagegen einen guten Ruf besitzen und sich auch ein Netzwerk in Belgien, den Niederlanden sowie im osteuropäischen Raum aufgebaut haben.

Bedeutet aber auch, dass weiteres Personal vonnöten ist. Drei Scouts sind aktuell hauptamtlich für die SGD tätig. Die Neuaufstellung der Scouting-Abteilung steht schon seit Längerem auf der To-do-Liste des Aufsichtsrats. Mit Gonther scheint Bewegung in die Sache gekommen zu sein ...

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Titelfoto: Lutz Hentschel

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