Randale-Spiel bei Dynamo: Hier spazieren Hertha-Ultras in den Sitzplatzbereich

Dresden - Nach den schweren Ausschreitungen am Ostersamstag beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC stellt sich die Frage, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Ein Video zeigt nun, wie sich zumindest die Hertha-Ultras frei zwischen Steh- und Sitzplätzen bewegen konnten.

Hertha-Chaoten gelangten am Samstag in den Innenbereich des Stadions, kurze Zeit später folgten Dynamo-Ultras.
Hertha-Chaoten gelangten am Samstag in den Innenbereich des Stadions, kurze Zeit später folgten Dynamo-Ultras.  © Lutz Hentschel

Eigentlich ist der Gästeblock im Rudolf-Harbig-Stadion nämlich mit Plexiglas vom Rest der Zuschauer abgetrennt, die Hertha-Anhänger schafften sich jedoch ungehindert ihren eigenen Durchgang.

Wie in einem sich schnell im Netz verbreitenden Video zu sehen ist, wurde die vorderste Plexiglasscheibe zerstört, die in den benachbarten Sitzplatzbereich führt. Durch die Öffnung spazierten zahlreiche Berliner, teils sogar mit Stangen im Gepäck, aus ihrem Block heraus.

Weil der eigentlich zum Heimbereich gehörende Sitzplatzbereich, der am Samstag ebenfalls als Gästeblock genutzt wurde, nicht weiter vom Innenraum abgetrennt ist, konnten die Hertha-Ultras von dort also über die Mauer in Richtung Platz springen.

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Kurze Zeit später überwanden die Dynamo-Ultras auf der anderen Seite den Zaun vor dem K-Block und stürmten quer durch das Stadion auf den Gästeblock zu, wo sie mit Pyrotechnik beworfen wurden und die Geschosse zurück in den Hertha-Block feuerten.

Bis Ordnungskräfte und Polizei eingriffen, dauerte es verhältnismäßig lange, auch auf dem Video ist kein Ordnungspersonal zu sehen, das die Herthaner am Verlassen des Stehplatzbereichs durch das selbst geschaffene Loch hindert.

Nach den Randalen verließ ein großer Teil der Berliner Fanszene geschlossen den Block und das Stadion, um die vorzeitige Heimreise anzutreten, wie die Polizei nach dem Spiel mitteilte - unter anderem durch die Öffnung im Plexiglas.

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Sachsens Innenminister Armin Schuster (64, CDU) fordert nach dem Skandal-Spiel drakonische Konsequenzen.  © Sebastian Kahnert/dpa

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zuletzt aktualisiert: 15.07 Uhr

Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel, Screenshot/Facebook/fussballmafia.de (2)

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