Rassismus-Attacke gegen Fortuna-Spieler! Dynamo-Coach Stamm findet deutliche Worte
Dresden - Er hätte feiern können. Endlich ein Heimsieg beim 2:1 gegen Düsseldorf! Der zweite Dreier in Folge, runter von einem Abstiegsplatz. Aber Dynamo-Trainer Thomas Stamm (42) hatte es nach den insgesamt 102 Minuten die Sprache verschlagen. Erst die schwere Verletzung von Torhüter Lennart Grill (26), dann noch eine rassistische Beleidigung gegen einen Fortuna-Spieler.
Passiert ist es nahezu im gleichen Atemzug in der vierten Minute der Nachspielzeit. Als Grill behandelt wurde, kam der Ruf von dieser Seite.
"Ich habe eine Bitte an die Leute, nicht mehr ins Stadion zu kommen, die so etwas äußern", sagte er zur Pressekonferenz nach dem Spiel drastisch und richtigerweise.
Dem Coach war die Wut über den Vorfall deutlich anzumerken: "Das hat hier gar nichts verloren, nicht nur in diesem Stadion, sondern gar nicht in unserer Gesellschaft."
Der betroffene Düsseldorfer Profi Emmanuel Iyoha (28) ging im Anschluss an den hohlen Zwischenruf zu Schiri Lukas Benen (32), zeigte den Ruf an. Stadionsprecher Peter Hauskeller machte daraufhin eine entsprechende Durchsage.
Rassismus-Vorfall bei Dynamo-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf
Benen vermerkte es nach der Partie auf dem Spielberichtsbogen. Das wird zur Folge haben, dass es wieder eine fette Strafe für Dynamo geben wird. Der DFB spaßt gerade bei solchen Vorfällen überhaupt nicht. Er griff in der Vergangenheit bei rassistischen Beleidigungen rigoros durch.
Die negativen Schlagzeilen hat Dynamo jetzt wieder inklusive und kann im Grunde nichts dafür. "Das macht mich fast sprachlos", schüttelte Stamm mit dem Kopf.
"Du würdest gern hier sitzen und sagen, super, der nächste Dreier. So trübt es alles extrem durch die Verletzung, aber vielleicht noch viel mehr durch diese Aktion. Das hat nichts im Fußball verloren. Gern, die Leute, die es waren, zu Hause bleiben oder die, die drumherum sind, beim nächsten Mal so mutig sein, dass man da weiß, wer es ist", forderte er die Zuschauer auf, beim nächsten Mal zu handeln.
Titelfoto: Fotomontage: Lutz Hentschel, PICTURE POINT / Gabor Krieg
