Sorgenfalten beim kommenden Dynamo-Gegner: Top-Scorer droht auszufallen
Dresden - "Man hat schon gesehen, dass da eine klare Idee, eine klare Art und Weise zu sehen ist, wie der Fußball aussehen soll", beschreibt Thomas Stamm (43) den VfL Bochum. Dynamos Coach lobt: "Sehr klar, sehr gut auch, wie sie es dann umsetzen." Aber Dresdens nächster Gegner am Samstag (13 Uhr) könnte vor einem großen Problem stehen.
Denn Bochums bester Torschütze Philipp Hofmann (33) - der viertbeste Scorer der 2. Bundesliga (zehn Tore/neun Assists) - droht auszufallen. "Da müssen wir uns was einfallen lassen. Wir haben eine Idee, hoffen aber, dass er sich bereit erklärt, zu spielen. Es geht aber auch um Vernunft. Es kann nicht sein, dass 'Hofi' spielt, sich verletzt und für den Rest der Saison ausfällt", erklärt Uwe Rösler (57).
Nur bei 100 Prozent würde er ihn spielen lassen, bei 95 Prozent nicht, so der Bochum-Coach über den Zielspieler im Sturmzentrum, mit dem Bochums Statik steht und fällt.
"Im Oktober und November hat er fünf oder sechs Spiele nicht in der Startelf gestanden. Jetzt ist er unser Unterschiedsspieler, aber wir haben auch ohne ihn schon Spiele gewonnen."
Der 1,95-Meter-Hüne ist der Anker und der Fels im Bochumer Spiel, das Stamm wie folgt beschreibt: "Eine Mannschaft, die sehr wuchtig und sehr zielstrebig ist, die klare Abläufe hat, auch sehr gute Abläufe mit dem Ball. Wenn du die brechen kannst, dann kann es spannend werden. Über Standardsituationen sind sie meiner Meinung nach sehr gefährlich, weil sie eine Supermischung haben. Auch was Größe, was Wucht, Wille und das Einlaufverhalten anbelangt, wie sie dann Tore erzielen wollen."
Dynamo-Cheftrainer Stamm glaubt an Zählbares gegen den VfL Bochum
Hofmanns Ausfall wäre nicht nur in Sachen Standardsituationen kein Nachteil. Gegen Braunschweig zuletzt beim 4:1-Erfolg bereitete der 33-Jährige zwei Treffer vor und traf selbst vom Elfmeterpunkt. "Das war schon verdient aus meiner Sichtweise", gibt Stamm zu.
Aber Dynamos Coach macht auch klar: "Wir können was mitnehmen, einhundertprozentig. Nicht, weil wir zu Hause spielen, sondern weil wir schon das Selbstverständnis entwickelt haben, dass das möglich ist. Mit der Energie, die wir jetzt haben, ist alles möglich."
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Titelfoto: Fotomontage (2): Lutz Hentschel, David Inderlied/dpa
