Spannung pur bei Dynamo! Nie trifft das Wort Sechs-Punkte-Spiel mehr zu als am Freitag
Dresden - Selten trifft der Begriff Sechs-Punkte-Spiel so genau zu wie am Freitag, wenn Dynamo Dresden bei Fortuna Düsseldorf ranmuss. Gewinnt Dynamo, hat es sieben Punkte Vorsprung auf die Truppe vom Rhein, verliert es, bleibt einer übrig. Die Differenz sind ebenjene sechs Zähler. Aber auch so verspricht der Abstiegskampf haarig zu werden. Ein Dreier für die SGD wäre daher mehr als nur die halbe Miete.
Zwischen Baum und Borke stehen im Grunde nur Kaiserslautern und Karlsruhe auf den Plätzen sieben und acht. Die Teams davor spielen um den Aufstieg, die dahinter gegen den Abstieg.
Und das dürfte vier Spieltage vor Schluss ein absolutes Novum in der Zweitliga-Geschichte sein: Zehn (!) Mannschaften können sich noch nicht sicher sein. Selbst der 1. FC Nürnberg als Neunter nicht.
Der Club verpasste es, am Wochenende beim 1:1 in Bielefeld alles klarzumachen. Mit 38 Punkten ist der FCN noch nicht sicher. Erinnert sei nur an die Saison 2017/2018.
Damals hatte Aue nach 29. Spieltagen 39 Zähler und musste mit 40 in die Relegation. Alles ist möglich, erst recht beim Restprogramm der Nürnberger - Magdeburg, Fürth, Schalke und Hannover.
Für alle vier Gegner geht es um etwas. Zwei wollen nicht raus, zwei aber hoch. Für die Franken könnte es richtig eng werden.
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Dynamo Dresden spielt nur noch gegen die direkte Konkurrenz
Ein ganz interessanter Fakt ist zudem: Jeder im Abstiegskampf befindliche Verein hat mit Ausnahme von Münster mindestens zwei direkte Duelle gegen die unmittelbare Konkurrenz, wo die Resultate fast schon doppelt zählen.
Dynamo zum Beispiel: Freitag in Düsseldorf, am vorletzten Spieltag in Braunschweig und zum Schluss gegen Kiel. Fürth (Bochum, Nürnberg, Düsseldorf) und Kiel (Braunschweig, Magdeburg, Dresden) haben ebenfalls drei solcher Duelle.
Münster trifft zwar nur auf einen direkten Kontrahenten, hat es aber richtig schwer. Als Letzter muss eine Siegesserie her, aber nach dem Heimspiel am Samstag gegen Bielefeld heißen die Gegner Hannover, Darmstadt und Elversberg. Das Trio hat noch Aufstiegschancen. Das Schlusslicht hat das härteste Restprogramm von allen!
Aber auch Braunschweig hat es nicht leicht. Von den vier noch zu absolvierenden Spielen muss die Eintracht drei auswärts bestreiten - in Lautern, in Kiel und auf Schalke. Nur noch einmal treten die Niedersachsen daheim an - gegen Dresden.
Die nächsten vier Wochen werden zum Fingernägelkauen.
Titelfoto: imago/Jan Hübner

