Spannung pur bei Dynamo! Nie trifft das Wort Sechs-Punkte-Spiel mehr zu als am Freitag

Dresden - Selten trifft der Begriff Sechs-Punkte-Spiel so genau zu wie am Freitag, wenn Dynamo Dresden bei Fortuna Düsseldorf ranmuss. Gewinnt Dynamo, hat es sieben Punkte Vorsprung auf die Truppe vom Rhein, verliert es, bleibt einer übrig. Die Differenz sind ebenjene sechs Zähler. Aber auch so verspricht der Abstiegskampf haarig zu werden. Ein Dreier für die SGD wäre daher mehr als nur die halbe Miete.

Zweimal darf Dynamo noch die heimische Kulisse in dieser Saison erleben. Hoffentlich genauso stimmungsvoll und friedlich wie am Samstag gegen Bochum.  © DPA/Robert Michael

Zwischen Baum und Borke stehen im Grunde nur Kaiserslautern und Karlsruhe auf den Plätzen sieben und acht. Die Teams davor spielen um den Aufstieg, die dahinter gegen den Abstieg.

Und das dürfte vier Spieltage vor Schluss ein absolutes Novum in der Zweitliga-Geschichte sein: Zehn (!) Mannschaften können sich noch nicht sicher sein. Selbst der 1. FC Nürnberg als Neunter nicht.

Der Club verpasste es, am Wochenende beim 1:1 in Bielefeld alles klarzumachen. Mit 38 Punkten ist der FCN noch nicht sicher. Erinnert sei nur an die Saison 2017/2018.

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Damals hatte Aue nach 29. Spieltagen 39 Zähler und musste mit 40 in die Relegation. Alles ist möglich, erst recht beim Restprogramm der Nürnberger - Magdeburg, Fürth, Schalke und Hannover.

Für alle vier Gegner geht es um etwas. Zwei wollen nicht raus, zwei aber hoch. Für die Franken könnte es richtig eng werden.

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Vincent Vermeij (31, l.) mit dem zwischenzeitlichen 2:0 im Hinspiel gegen Düsseldorf für Dynamo. Bitte wiederholen!  © imago/Jan Hübner
Vor genau vier Jahren spielte Dresden letztmals in Düsseldorf - holte ein 2:2. Letzter Verbliebener: Christoph Daferner (28, l.).  © IMAGO/pepphoto

Dynamo Dresden spielt nur noch gegen die direkte Konkurrenz

Robert Wagner (22, r.) im Kiel-Trikot gegen Kofi Amoako (20). Am letzten Spieltag gegen es gegen den KSV Holstein - mit Wagner in Schwarz-Gelb diesmal.  © dpa/Michael Hundt

Ein ganz interessanter Fakt ist zudem: Jeder im Abstiegskampf befindliche Verein hat mit Ausnahme von Münster mindestens zwei direkte Duelle gegen die unmittelbare Konkurrenz, wo die Resultate fast schon doppelt zählen.

Dynamo zum Beispiel: Freitag in Düsseldorf, am vorletzten Spieltag in Braunschweig und zum Schluss gegen Kiel. Fürth (Bochum, Nürnberg, Düsseldorf) und Kiel (Braunschweig, Magdeburg, Dresden) haben ebenfalls drei solcher Duelle.

Münster trifft zwar nur auf einen direkten Kontrahenten, hat es aber richtig schwer. Als Letzter muss eine Siegesserie her, aber nach dem Heimspiel am Samstag gegen Bielefeld heißen die Gegner Hannover, Darmstadt und Elversberg. Das Trio hat noch Aufstiegschancen. Das Schlusslicht hat das härteste Restprogramm von allen!

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Aber auch Braunschweig hat es nicht leicht. Von den vier noch zu absolvierenden Spielen muss die Eintracht drei auswärts bestreiten - in Lautern, in Kiel und auf Schalke. Nur noch einmal treten die Niedersachsen daheim an - gegen Dresden.

Die nächsten vier Wochen werden zum Fingernägelkauen.

Tabelle 2. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Schalke 04 30 45:26 61
2 SC Paderborn 07 30 52:35 58
3 SV 07 Elversberg 30 52:32 55
4 Hannover 96 30 50:36 54
5 SV Darmstadt 98 30 52:37 50
6 Hertha BSC 30 44:35 48
7 1. FC Kaiserslautern 30 49:44 46
8 Karlsruher SC 30 47:56 40
9 1. FC Nürnberg 30 39:41 38
10 VfL Bochum 1848 30 43:43 36
11 SG Dynamo Dresden 30 49:47 35
12 Holstein Kiel 30 39:43 35
13 1. FC Magdeburg 30 48:55 33
14 SpVgg Greuther Fürth 30 43:63 33
15 Arminia Bielefeld 30 43:45 32
16 Eintracht Braunschweig 30 32:50 31
17 Fortuna Düsseldorf 30 27:47 31
18 SC Preußen Münster 30 32:51 28

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.

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