Taten statt Worte! Dynamo-Youngster Müller lässt lieber die Leistung für sich sprechen
Dresden - Auch diese Herausforderung hat er nach seinem elften Zweitligaspiel mit Bravour gemeistert. "Muss ich?", fragte er ganz schüchtern bei Dynamos Presseabteilung nach. Die einheimischen Medien wollten nach dem 2:0 gegen Bochum unbedingt und erstmals mit Friedrich Müller (20) sprechen. Der Youngster aus den eigenen Reihen überzeugte abermals. Alle wollten wissen, wie macht der 20-Jährige das?
Er lässt quasi die Leistung für sich sprechen, denn die passt absolut. Wenn man ihn beschreiben müsste: ruhig, ein Mann weniger Worte. "Ja, ich bin schon immer eher der ruhige Typ", sagte Müller.
Einer, der sich aber auf den Punkt konzentrieren kann und seine Leistung bringt. Im November beim 2:1 in Bochum gab er sein Debüt, zehn weitere Partien folgten.
Entweder ersetzte er Julian Pauli (20) oder jetzt zweimal Thomas Keller (26). Ein Leistungsabfall war nie zu spüren. Insgesamt agiert er abgeklärt, in seinem Alter ist das ja nicht selbstverständlich.
"Ich habe meine Rituale vor dem Spiel, die mir helfen runterzukommen, und einen klaren Kopf zu behalten. Es sind Kleinigkeiten, zum Beispiel bestimmte Abläufe beim Anziehen oder in der Kabine - einfach Routinen, die mir Sicherheit geben", erklärte er seine eigenen Abläufe.
Was auch beeindruckt: In den elf Spielen mit Müller auf dem Platz holte Dresden 16 Punkte, fünf Siege und ein Remis.
Dynamo Dresdens Friedrich Müller bringt nichts aus der Ruhe
Darauf angesprochen, ging er nicht aus sich heraus: "Natürlich freue ich mich darüber, dass wir so viele Spiele gewinnen konnten. Das ist immer das Wichtigste." Auch, dass er nun mit seinem Sprint nach knapp einer Stunde das 2:0 einleitete, beantwortete er fast schon still.
"Das gehört zu unseren taktischen Vorgaben, dass wir in solchen Situationen nachschieben. Ich habe einfach versucht, das umzusetzen."
Trainer Thomas Stamm (43) hat seine Freude an ihm. Müller lernt und setzt schweigend um: "Im Training strahlt er Ruhe aus und lässt sich auch von Fehlern nicht aus dem Konzept bringen. Diese Unbekümmertheit zeichnet ihn aus."
Und weiter: "Er ist kein großer Lautsprecher, was aber nicht unbedingt ein Nachteil ist. Es ist schon fast etwas Besonderes, wenn man einmal pro Woche etwas von ihm hört. Vielleicht hilft ihm diese zurückhaltende Art auch, vor 30.000 Zuschauern ruhig zu bleiben."
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Titelfoto: Lutz Hentschel

