Dynamo-Stürmer Vermeij erklärt irres Hacken-Sohlen-Tor: "Ja, das war so geplant"

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Dresden - Wie sich doch die Mimik in Gesichtern ändern kann. Nach dem 0:1 gegen die Hertha am Karsamstag stand Vincent Vermeij (31) in der Mixed-Zone und musste mit finsterer Miene seinen Elfmeterfehlschuss erklären. Zwei Wochen später machte er wieder vor den Medien halt. Diesmal strahlte er. Er konnte sein Hacken-Sohlen-Tor zum 2:0 gegen Bochum in den schönsten Farben erläutern.

Vincent Vermeij (31, l.) streichelte die Kugel mit der linken Hacke und der Sohle um Bochums Keeper Timo Horn (31) herum ins Netz.
Vincent Vermeij (31, l.) streichelte die Kugel mit der linken Hacke und der Sohle um Bochums Keeper Timo Horn (31) herum ins Netz.  © DPA/Robert Michael

Vermeij hatte nach seinem verschossenen Elfmeter bereits angekündigt, sein nächstes Tor werde besonders emotional. Und das wurde es, nicht nur, weil es die Entscheidung gegen den VfL war, sondern auch direkt vorm K-Block passierte.

"Ehrlich gesagt hatte ich den Elfmeter in dem Moment gar nicht so im Kopf. Aber danach, als ich gelaufen bin und wieder Ruhe reinkam, habe ich schon gemerkt, wie gut das tut", gab der Niederländer lächelnd zu.

"Vor zwei Wochen stand ich hier nach dem verschossenen Elfmeter – das war natürlich bitter. Und jetzt treffe ich ausgerechnet vor dem K-Block. Das war ein richtig gutes Gefühl. Und ich glaube, das Tor war deutlich schwieriger als der Elfmeter damals. Typisch Stürmer, würde ich sagen."

Vincent Vermeij: "Hab einfach nur gedacht: 'Komm, geh' rüber, geh' rein'"

Der Rest war Jubel direkt vorm K-Block: Vincent Vermeij (r.) genoss den Moment.
Der Rest war Jubel direkt vorm K-Block: Vincent Vermeij (r.) genoss den Moment.  © Lutz Hentschel

Aber wie hat er die Hereingabe des erneut so bärenstarken Ben Bobzien (22) eigentlich erwischt? Vermeij stand da und erklärte mit Händen und Füßen, wie er den Ball um VfL-Keeper Timo Horn (32) herumgedreht hat. In Zeitlupe trudelte das Leder über die Linie.

"Für mich war es so ein Kontakt mit der linken Sohle. Dadurch hat der Ball diesen Effet bekommen. Ich hatte noch einen kurzen Moment Angst, dass er vielleicht doch noch auf der Linie liegen bleibt oder jemand ihn weggrätscht. Ich habe einfach nur gedacht: 'Komm, geh' rüber, geh' rein.' Als er dann drin war, habe ich mich einfach umgedreht – und dann kamen auch schon alle Mitspieler. Das war pure Emotion, pure Euphorie", beschrieb er in Plauderlaune mit einem breiten Lächeln im Gesicht.

Und das Beste für ihn, das war genau so gewollt. "Mein Gegenspieler Philipp Schrompf meinte noch, dass es gar nicht gewollt war. Ich muss ihn enttäuschen, ich würde sagen: Ja, das war so geplant. Klar, ein bisschen Glück gehört dazu, aber ich habe ihn bewusst so getroffen."

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Und in diesem Moment war auch der verschossene Elfmeter vergessen.

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Titelfoto: Bildmontage: DPA/Robert Michael, Lutz Hentschel

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