Standard-Check vor dem Zweitliga-Start: Wie gut ist Dynamo bei ruhenden Bällen?

Dresden - Halb voll oder halb leer? Wie steht es denn wenige Tage vor dem Start in die 2. Bundesliga um das Standard-Wasserglas bei Dynamo Dresden? Fragt man Protagonisten oder Verantwortliche, dann gab's nach der Generalprobe gegen Union Berlin durchaus unterschiedliche Aussagen.

Ruhende Bälle werden in der 2. Bundesliga wieder eine entscheidende Rolle spielen.  © Robert Michael/dpa

"Klar, Standards hatten wir heute viele verteidigt. Das soll uns auch eine breite Brust geben, dass wir da gut aufgestellt sind", befand zum Beispiel Nicolai Rapp (29). "Union ist vor allem bei hohen Bällen sehr gefährlich, auch in der Bundesliga bei Standards. Von daher, dass wir die weitestgehend verteidigen konnten, war das sehr gut."

Ein "Standardwettkampf" wenige Tage zuvor im Training soll seinen Teil dazu beigetragen haben. "Das merkt man dann auch", so Dynamos Mittelfeldspieler. Er glaubt: "Jeder wollte den Ball unbedingt verteidigen, und genau das ist uns heute gut gelungen."

Sein Coach sieht das ganz anders. "Wir haben ein Gegentor bekommen, von daher eher nein", machte Thomas Stamm klar. "Der Anspruch ist dann schon, dass wir bei den Standards defensiv zumindest besser sind. Der Fokus lag auf defensiv und offensiv."

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Das 0:1 gegen Berlin war ein Nachprodukt eines Eckballs. 13 hatten die Eisernen insgesamt. Nimmt man noch den einen oder anderen Freistoß und langen Einwurf hinzu, kann man locker von 95 Prozent abgewehrten Defensiv-Standards ausgehen.

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Gegen Union klingelte es nach einem Eckball, weil Jonas Sterner (24) gegen Tom Rothe (21, l.) nicht ins Kopfball-Duell kam.  © Robert Michael/dpa

Dynamo-Chefcoach Stamm zufrieden mit Offensiv-Standards

Glücklich war Thomas Stamm (43) nur mit den Offensiv-Standards.  © Picture Point / Gabor Krieg

"Defensiv liegt es dann an uns, dass wir vielleicht auch im Trainerteam alle zusammen bessere Entscheidungen treffen. Wir wissen natürlich in den Testspielen nicht immer, wie macht es der Gegner zu einhundert Prozent. Das ist vielleicht in der Liga noch mal ein bisschen einfacher. Deshalb war die zweite Halbzeit dann besser", so Dynamos Coach.

Stamm machte die Rechnung auf: "Standardgegentore haben wir jetzt gegen Cottbus schon zwei gehabt. Auch, wenn ein direkter Freistoß dabei war, bei den letzten vier Gegentoren hast du drei auf Standards. Wir müssen da Schritte gehen, da muss man eklig sein. Trotzdem war das Standardtraining sehr wichtig und sehr gut, weil wir es unter der Woche extrem gut defensiv gemacht haben."

Offensiv lief es gegen Union deutlich besser. Einer von vier Eckbällen - immerhin 25 Prozent - wurde gegen Union zum 2:1-Siegtreffer genutzt. Jonas Sterner (24) bediente Vincent Vermeij (31). Gegen Cottbus war Till Neininger (19) nach einer kurz ausgeführten Ecke zur Stelle.

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Stamm: "Offensiv zahlt sich das Training aus. Wenn man trotzdem die letzte Saison nimmt, da waren wir schon überdurchschnittlich in der zweiten Liga. Das ist aber auch wieder unser Anspruch."

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