Thomas Stamm zieht Saisonfazit: Das war Dynamos Erfolgsgeheimnis

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Dresden - Gut gelaunt saß Thomas Stamm (43) am Montag im Presseraum des Trainingszentrums. Vom Trainer der SG Dynamo Dresden ist sämtliche Ballast abgefallen. Der Klassenerhalt ist geschafft. "Wir haben am Abend ein bisschen was getrunken und ein bisschen was gegessen - und ich habe genug geschlafen", lachte der 43-Jährige. Völlig locker stellte er sich den Medien und zog (s)ein Saisonfazit.

Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43, l.) am Sonntag beim Spiel gegen Kiel. Er gab Stefan Kutschke (37) letzte Anweisungen.
Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43, l.) am Sonntag beim Spiel gegen Kiel. Er gab Stefan Kutschke (37) letzte Anweisungen.  © Lutz Hentschel

TAG24: Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Klassenerhalt! Sie haben Mitte der Rückrunde einmal gesagt, Sie haben für sich ein persönliches Punkteziel. Waren es 41 Zähler?

Thomas Stamm: "Ja."

TAG24: Das müssen Sie erklären.

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Stamm: "Mir war klar, wir müssen die 13 Punkte aus der Hinrunde mindestens verdoppeln. Das waren zusammengerechnet 39. Da war ich mir aber nicht sicher, ob das reicht. Da habe ich noch zwei Unentschieden dazu gepackt. Es hat geklappt."

Gehen vom ersten Tag an in eine gemeinsame Richtung: Dynamo-Trainer Thomas Stamm (r.) und Sportgeschäftsführer Sören Gonther (39).
Gehen vom ersten Tag an in eine gemeinsame Richtung: Dynamo-Trainer Thomas Stamm (r.) und Sportgeschäftsführer Sören Gonther (39).  © imago/Nordphoto
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Thomas Stamm: Im Trainingslager "zum ersten Mal in eine gemeinsame Richtung gegangen"

Thomas Stamm im Trainingslager in Belek. Schon da hatte er die Überzeugung, die Klasse zu halten. Weil endlich alles passte.
Thomas Stamm im Trainingslager in Belek. Schon da hatte er die Überzeugung, die Klasse zu halten. Weil endlich alles passte.  © Lutz Hentschel

TAG24: Das nennt man dann wohl Überzeugung. Auf der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Kiel am Sonntag haben Sie gesagt, Ihnen sei es vor dem Trainingslager im Januar klar gewesen, dass Sie es schaffen können. Was hat Sie so bestärkt?

Stamm: "Das Gefühl, dass wir zum ersten Mal in eine gemeinsame Richtung gegangen sind, seit ich hier bin. Da nehme ich das Aufstiegsjahr auch dazu. Ich glaube, das sagt relativ viel aus. Alle wussten, jetzt geht es in eine Richtung und nicht ein Paddel in die andere Richtung. Ohne dass ich da groß ausholen muss: Das ist der Schlüssel, wenn du das spürst, wenn du das als Trainer spürst, dass alle in die gleiche Richtung gehen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, das zu schaffen."

TAG24: Sie sprechen damit Sören Gonther an. Sie haben relativ schnell nach dem Hinspiel in Kiel schon die Köpfe zusammengesteckt und geredet. Woran machen Sie das fest, dass Sie sofort gespürt haben, da sind wir jetzt in einer Richtung?

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Dynamo Dresden Was für ein Kutschke-Abschied: "Dynamo Dresden ein Leben lang!"

Stamm: "Ehrlichkeit, Direktheit, der fachliche Austausch auf Augenhöhe. Wir reden von einer gleichen Idee, wie man spielen lassen will. Es gab einfach viele Übereinstimmungen und vor allem eben diese Ehrlichkeit und Direktheit. Da gehört auch Stephan Zimmermann dazu. Die Leute sind wichtig. Ich schätze die Zusammenarbeit sehr, denn du weißt, woran du bist."

Thomas Stamm will Wert der Hinrunde für Dynamo Dresden nicht unterschätzen

Akribischer Arbeiter, der nichts dem Zufall überlässt: Thomas Stamm.
Akribischer Arbeiter, der nichts dem Zufall überlässt: Thomas Stamm.  © Lutz Hentschel

TAG24: Wie gefährlich war die Situation im Spätherbst für den Verein?

Stamm: "Ich habe das auch noch einmal vor der Mannschaft gesagt. 95 Prozent reden jetzt von dieser Rückrunde, aber zur Wahrheit gehört auch, von den 41 Punkten haben wir 13 in der Hinrunde geholt. Wir haben nie ein Spiel gehabt, wo wir uns haben abschlachten lassen. Ja, die Phase im Herbst war gefährlich, weil die Ergebnisse nicht passten. Im Nachhinein ist sie trotzdem entscheidend gewesen. Sie zeigt, welchen Charakter die Jungs haben. Sie sind ruhig und klar geblieben."

TAG24: Für Sie war es ja jetzt auch die erste Zweitliga-Saison, ähnlich wie für ein paar Spieler. Was war anders als in der 3. Liga?

Stamm: "Vollere Stadien, aber ansonsten ist es Fußball. Das ist zumindest meine Meinung. Wenn man einen guten Job in der dritten Liga macht, dann macht man ihn auch in der zweiten oder ersten Liga. Es geht nur darum, machst du einen guten Job oder machst du keinen guten? Das ist für mich komplett ligaunabhängig. Und: Das Drumherum muss passen."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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