Fan (†52) stirbt bei Dynamo-Spiel in Braunschweig: Familie richtet Wunsch an die anderen Zuschauer

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Braunschweig - Ein trauriger, ein schwarzer Tag! Das 2:2 zwischen Braunschweig und Dresden war nach Abpfiff kein Thema mehr. Alle gedachten dem 52-jährigen Eintracht-Fan, der vor Spielbeginn auf der Haupttribüne zusammenbrach und auf dem Weg ins Krankenhaus starb.

Die Sanitäter errichteten einen Sichtschutz auf der Tribüne in Braunschweig und versorgten den 52-Jährigen, der letztlich aber leider verstarb.
Die Sanitäter errichteten einen Sichtschutz auf der Tribüne in Braunschweig und versorgten den 52-Jährigen, der letztlich aber leider verstarb.  © Swen Pförtner/dpa

"Mein herzliches Beileid der Familie und der Eintracht", kondolierte Dynamo-Kapitän Niklas Hauptmann.

"Einfach nur tragisch. Da tritt alles andere in den Hintergrund", sagte Hauptmann mit leiser Stimme und sichtlich mitgenommen. 25 Minuten vor dem Anpfiff wurden die Sanitäter auf die Tribüne gerufen, Schutzdecken wurden aufgezogen, der Mann später in einen Krankenwagen gebracht. Alles im Stadion verstummte, die Musik wurde ausgemacht, die Fanblöcke beendeten ihre Gesänge.

Die Partie wurde aufgrund des Vorfalls um 15 Minuten verschoben. In der Pause kam die traurige Nachricht, dass es der Fan nicht geschafft hat.

Dynamo-Noten gegen Braunschweig: Torschützen waren die besten Dresdner
Dynamo Dresden Dynamo-Noten gegen Braunschweig: Torschützen waren die besten Dresdner

Die Familie des Verstorbenen wünschte sich in der zweiten Hälfte ausdrücklich, dass beide Fangruppen ihre Mannschaften anfeuern sollen. Dann wurde es auch wieder laut.

Aber trotzdem blieb es surreal. Verständlicherweise.

Eintracht-Fan tot: Dynamo-Spieler erfuhren erst nach Abpfiff vom Tod des 52-jährigen Fans

Die Dynamo-Fans erhielten von Eintracht Braunschweig ausdrücklich ein Lob, weil der Support dem tragischen Zwischenfall angepasst wurde.
Die Dynamo-Fans erhielten von Eintracht Braunschweig ausdrücklich ein Lob, weil der Support dem tragischen Zwischenfall angepasst wurde.  © Swen Pförtner/dpa

Die Spieler erfuhren vom Tod des 52-Jährigen erst nach dem Abpfiff. Sie wussten, dass es einen Zwischenfall gab, aber nicht mehr.

Doch sie bekamen die beklemmende Stimmung auf den Rängen mit.

"Wir wussten, es ist etwas passiert, aber nicht genau was. Dementsprechend waren wir aber vorbereitet, dass die erste Halbzeit dann auch geräuschtechnisch so aussieht. Aber ja, dann tritt natürlich das Sportliche in den Hintergrund, das ist vollkommen klar", so Hauptmann.

Beierlorzer spricht über tragischen Verlust von Diawusie (†25): "Haben ihn tot aus seiner Wohnung holen müssen"
Dynamo Dresden Beierlorzer spricht über tragischen Verlust von Diawusie (†25): "Haben ihn tot aus seiner Wohnung holen müssen"

"Auch von meiner Seite spreche ich der ganzen Eintracht-Familie und den Angehörigen mein Beileid aus", so Thomas Stamm nach dem Abpfiff.

"Ja, der Fußball stand heute im Hintergrund, er war nicht entscheidend. Das Stadion hatte ein super Gespür für die Situation", lobte Stamm auch den Anhang beider Mannschaften.

Dieses kam postwendend von Eintracht-Seite zurück. "Im Namen von Eintracht Braunschweig ein herzliches Dankeschön an alle Dynamo-Fans für die gezeigte Solidarität und für das Mitgefühl aller im Stadion. Es war sehr würdig", sagte Braunschweigs Pressesprecher Luca Podlech. In den Farben getrennt, in der Sache vereint.

Erstmeldung 14.30 Uhr, zuletzt aktualisiert: 16.17 Uhr

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: