Türkei-Test gegen Schweiz-Klub: Dynamo-Keeper Mesenhöler darf zeigen, was in ihm steckt

Antalya (Türkei) - Eine Bewerbung wird es allemal! Am Dienstag steht für Dynamo Dresden das erste Testspiel an der türkischen Mittelmeerküste an. Um 16 Uhr Ortszeit geht es gegen den Schweizer Zweitligisten FC Aarau (14 Uhr MEZ/Dynamo TV). 45 Minuten lang darf sich Daniel Mesenhöler (30) ins Schaufenster stellen.

Darf sich im Testspiel gegen den FC Aarau beweisen: Dynamo-Torhüter Daniel Mesenhöler (30).
Darf sich im Testspiel gegen den FC Aarau beweisen: Dynamo-Torhüter Daniel Mesenhöler (30).  © Lutz Hentschel

Dynamos aktuelle Nummer zwei darf eine Halbzeit das Gehäuse hüten. Für den 30-Jährigen noch einmal die Chance, sich für höhere Aufgaben oder einen anderen Verein zu beweisen.

Denn Mesenhöler hat seit seinem Wechsel zur SGD im Januar 2024 gerade einmal fünf Pflichtspiele im Tor gestanden. Einmal in Liga drei, viermal im Sachsenpokal.

Im inzwischen bereits gestandenen Fußballeralter wird der Keeper wohl nicht mehr so viele Chancen bekommen. "Ich konzentriere mich auf die Situation, die wir hier haben, und versuche, mich hier von meiner besten Seite zu zeigen. Wenn es die Chance gibt, dann werde ich die ergreifen. Und wenn nicht, dann werde ich so weitermachen wie bisher", gesteht der Schlussmann auf die Frage, ob er sich einen Wechsel vorstellen könnte.

Gonther gibt Einblicke in die Transferpläne von Dynamo
Dynamo Dresden Gonther gibt Einblicke in die Transferpläne von Dynamo

Doch Mesenhöler ist mit seiner Ersatzrolle bei Schwarz-Gelb im Reinen. "Nach wie vor ist dieser Drang und dieser Wille, zu spielen, da. Das lässt ja nicht nach. Ich glaube, das wäre auch komisch. Aber dadurch, dass ich zum Beispiel auch in der Zeit, wo ich dieses halbe Jahr vereinslos war, gelernt habe, dankbarer zu sein für die Gegebenheiten, die man hat", macht er klar.

So denkt Daniel Mesenhöler über seine Dynamo-Rolle

Der 30-jährige Schlussmann gibt im Trainingslager mächtig Gas.
Der 30-jährige Schlussmann gibt im Trainingslager mächtig Gas.  © Lutz Hentschel

"Gleichzeitig natürlich aber auch immer wieder diesen Drang zu haben, mehr zu machen, Hunger zu haben. Ich glaube, das ist immer ein gutes Gegenspiel. Es ist irgendwie auch ein Gleichgewicht, was du findest. Dass du einerseits diese Dankbarkeit nicht verlierst, dass du Fußball spielen kannst, dass du damit dein Geld verdienen darfst. Aber gleichzeitig natürlich auch den Anspruch hast, dich zeigen zu dürfen und besser zu werden."

Medial spielt der frühere "U20"-Nationalkeeper kaum eine Rolle, will er auch nicht. Wertschätzung findet Mesenhöler beim Trainerteam. Gerade Thomas Stamm ist es auch immer wieder wichtig, "Mese" bei Torwartthemen lobend zu erwähnen - auch wenn trotzdem noch ein neuer Torwart als Nummer eins verpflichtet werden soll.

"In meiner Hand liegt, dass ich jeden Tag einhundert Prozent gebe, mich weiterhin empfehle und mich von meiner besten Seite zeige. Wenn der Trainer meint, dass ich meine Leistung bringe, dann bin ich mit meiner Leistung auch eher zufrieden", gibt der Keeper zu.

"Scholle" wird 60! Dynamos Kult-Co-Trainer feiert runden Geburtstag
Dynamo Dresden "Scholle" wird 60! Dynamos Kult-Co-Trainer feiert runden Geburtstag

"Ich bin ja sehr glücklich darüber, dass ich hier bin. Und dass ich hier jeden Tag Gas geben und Sport machen kann, damit mein Geld verdienen kann. Und das versuche ich natürlich auch auf die Mannschaft zu übertragen."

Titelfoto: Lutz Hentschel

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: