Wechselgerüchte um Amoako: Was Stamm dem Dynamo-Juwel raten würde

Dresden - Während sich seine Kollegen vier Tage lang einen schönen Lenz im Kurzurlaub machten, hatte Kofi Amoako (20) nicht frei. Es gibt aber sicherlich Schlechteres, als im Trikot der deutschen (Junioren-)Nationalmannschaft aufzulaufen. Aber nicht nur deswegen hat Dynamo Dresdens Mittelfeldspieler in dieser Woche für Schlagzeilen gesorgt.

Kofi Amoako (20, l.) hat sich bei Dynamo Dresden schnell durchgesetzt, spielt in der U21-Nationalmannschaft - und weckt offenbar Begehrlichkeiten.
Kofi Amoako (20, l.) hat sich bei Dynamo Dresden schnell durchgesetzt, spielt in der U21-Nationalmannschaft - und weckt offenbar Begehrlichkeiten.  © Swen Pförtner/dpa

Mit dem Hamburger SV und Union Berlin sollen sich gleich zwei Bundesliga-Klubs mit dem erst 20 Jahre alten Talent der SGD beschäftigen. Nach nur einem Jahr könnte sich Amoako, der vom VfL Wolfsburg verpflichtet wurde, bereits wieder verabschieden.

"Ich hatte das Gefühl, das ist ein Nationalmannschafts-Pausenloch, man muss Seiten füllen. Es ist ja oft so, dass in solchen Phasen solche Gerüchte aufkommen", gesteht Thomas Stamm (43).

Dynamos Coach weiß, was er am Mittelfeldspieler hat: "Grundsätzlich ist er ein Spieler mit Qualität, deshalb haben wir ihn geholt, deshalb haben wir uns auch für Kofi entschieden. Er hat Potenzial, was man entwickeln kann."

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Bereits im Winter soll der italienische Erstligist US Lecce Interesse am Youngster bekundet haben, damals war die Ablöse noch frei verhandelbar. Dynamo und US kamen nicht zusammen, ab Sommer gibt's aber eine Ausstiegsklausel zu niedrigeren Konditionen.

Thomas Stamm glaubt nicht, dass Kofi Amoako jetzt abhebt

Trainer Thomas Stamm (43) rät Kofi Amoako, in Sachen Zukunft auf sein Bauchgefühl zu hören.
Trainer Thomas Stamm (43) rät Kofi Amoako, in Sachen Zukunft auf sein Bauchgefühl zu hören.  © Lutz Hentschel

Gedanklich einfangen muss Stamm seinen Schützling aber nach eigener Aussage nicht: "Er geht damit genauso um, wie es im Winter auch der Fall war, wo vielleicht die eine oder andere konkrete Anfrage da war. Da hat er es extrem gut hinbekommen, war immer im Hier und Jetzt, hat nicht nach links und rechts geschaut, auch mit Leistung überzeugt."

Die braucht es auch noch in der Crunchtime, in der der 43-Jährige natürlich auf den Junioren-Nationalspieler setzt.

"Wir haben noch sieben Spiele, vorher wird im Normalfall nichts passieren. Deswegen gehe ich davon aus, dass er alle Spiele zur Verfügung stehen wird - außer er holt noch seine fünfte Gelbe."

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Ein Abgang im Sommer würde trotzdem schmerzen. Was würde ihm denn Stamm - natürlich ganz uneigennützig - raten?

"Bauchgefühl ist immer etwas Gutes. Aber über seinen Karriereweg, das muss er am Ende des Tages entscheiden, weil es nicht richtig oder falsch gibt", so der SGD-Coach. Er kann aus seiner Erfahrung heraus "Beispiele nennen, wo ich es nicht gemacht hätte, es dann aber die richtige Entscheidung war. Genauso umgekehrt."

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Titelfoto: Swen Pförtner/dpa, Lutz Hentschel

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