Aufstiegsheld Sterner wieder mit Dynamo vereint: "Wie nach Hause zu kommen"

Antalya (Türkei) - Jonas Sterner (23) gebrauchte einen Satz, der knapp 2200 Kilometer Luftlinie entfernt ein wenig komisch anmuten könnte. Aber es ist wirklich so gemeint: "Es fühlt sich ein bisschen an, wie nach Hause zu kommen", gestand Dynamos Rechtsverteidiger nach seinem ersten Spiel für die SGD nach 234 Tagen.

Jonas Sterner (23) trägt wieder die schwarz-gelben Farben der SGD!
Jonas Sterner (23) trägt wieder die schwarz-gelben Farben der SGD!  © Lutz Hentschel

Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga entschied sich die Leihgabe - auch aus privaten Gründen - für einen Wechsel zu Hannover 96. Holstein Kiel plante nicht mehr mit ihm.

Auch Dynamo hätte den 23-Jährigen gern fest verpflichtet, der gebürtige Husumer entschied sich aber für die Nähe zur nordischen Heimat. Privat nachvollziehbar, im Nachgang aber nicht die beste Entscheidung. Denn in der Hinrunde reichte es nur zu 21 Minuten in Liga zwei sowie 333 Minuten zwei Etagen tiefer.

"Eine Erklärung dafür gibt es nicht. Vielleicht passte einfach das Große und Ganze zu dem Zeitpunkt nicht. In der Trainingsqualität hat man sich schon weiterentwickelt. Es war einfach anderer Input, und so habe ich es gesehen. Ich habe jeden Tag im Training einfach Vollgas gegeben. Ich glaube schon, dass ich mich weiterentwickelt habe dadurch."

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Mehr will Sterner nicht dazu sagen. Ihm sind jetzt andere Dinge wichtiger: "Wir haben hier eine große Aufgabe vor uns und da habe ich keine Zeit, zurückzublicken. Das will ich auch nicht!"

Jonas Sterner hat viele Spiele von Dynamo Dresden schauen können

In Antalya braucht Jonas Sterner noch etwas Eingewöhnungszeit, auch wenn er die meisten Kollegen noch kennt.
In Antalya braucht Jonas Sterner noch etwas Eingewöhnungszeit, auch wenn er die meisten Kollegen noch kennt.  © Lutz Hentschel

Immerhin sollte die Eingewöhnung für den Außenverteidiger nicht allzu lange dauern. Auch kennt er sich mit der Spielweise von Thomas Stamm (42) bereits bestens aus.

Aber: "Ein bisschen hat sich ja verändert. Man braucht schon ein wenig. Die Spieler, um die ich im Testspiel herumgespielt habe, die sind auch neu. Ich kenne den Kern, aber es dauert noch ein bisschen."

Im Kopf und im Herzen war Sterner aber immer ein wenig Schwarz-Gelb. "Ich habe schon viele Spiele meines Ex-Vereins sehen können, weil ich ja selten gespielt habe", gibt er zu. "Die Aufstiegsfeier werde ich nie vergessen. Das und die anderen Erinnerungen haben mich getragen."

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Jetzt kann er zurück in Dresden für weitere sorgen. Eine gute wäre sicherlich die des gemeinsam erkämpften Ligaverbleibs!

Titelfoto: Lutz Hentschel

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