Trotz Rückstand: SV Darmstadt 98 auch von Kiel nicht zu besiegen

Darmstadt - 12. Spiel ohne Niederlage: Am 13. Spieltag der 2. Bundesliga holt der SV Darmstadt 98 gegen Holstein Kiel nach Rückstand ein 1:1 (0:1).

Kiels Simon Lorenz (v.l.n.r.) und Marvin Schulz stoppen Matthias Bader: Gegen die aggressiven Gäste hatten die Darmstädter in der ersten Halbzeit nicht viel entgegenzusetzen.
Kiels Simon Lorenz (v.l.n.r.) und Marvin Schulz stoppen Matthias Bader: Gegen die aggressiven Gäste hatten die Darmstädter in der ersten Halbzeit nicht viel entgegenzusetzen.  © dpa/Uwe Anspach

Steven Skrzybski hatte die Störche mit 1:0 in Führung gebracht (37.), Matthias Bader sorgte für den Ausgleich zum 1:1 (72.).

Lilien-Coach Torsten Lieberknecht nahm nach dem 2:1-Pokalsieg gegen Borussia Mönchengladbach eine Veränderung in der Startelf vor: Der zuletzt angeschlagene Christoph Zimmermann ersetzte Thomas Isherwood (Bank). Kiel lief mit derselben Formation auf, die am vergangenen Spieltag den 1. FC Heidenheim mit 3:1 nach Hause geschickt hatte.

Die Gäste von der Ostsee begannen sehr aggressiv und pressten hoch, was den Tabellenführer vor einige Probleme stellte. Erst nach einer Viertelstunde kamen die Lilien besser ins Spiel - und liefen prompt in einen Konter, aber Kwasi Wriedt scheiterte aus spitzem Winkel an Marcel Schuhen (16.).

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Es entwickelte sich eine intensiv geführte Partie mit Vorteilen für die Störche. Glück für die Lilien, dass Bader nach einer Flanke von rechts knapp vor dem einschussbereiten Simon Lorenz ans Leder kam und mit dem Fuß zur Ecke klären konnte (25.).

Dann parierte Schuhen gegen Skrzybski (26.), kurz darauf warf sich Patric Pfeiffer in einen brandgefährlichen Schuss von Fabian Reese (28.).

Die Startaufstellung von SV Darmstadt 98 im Spiel gegen Holstein Kiel

Holstein Kiel lief gegen den SV Darmstadt 98 mit derselben Startelf auf wie gegen Heidenheim

Steven Skrzybski sorgt für die verdiente Führung für Holstein Kiel

Steven Skrzybski freut sich über seinen neunten Saison-Treffer.
Steven Skrzybski freut sich über seinen neunten Saison-Treffer.  © dpa/Uwe Anspach

Erst in der 34. Minute hatten die Hausherren ihre erste Chance, allerdings setzte Phillip Tietz das Leder nach einer weiten Flanke von Bader aus sieben Metern mit dem Kopf knapp neben den linken Pfosten.

Dann fiel das 0:1 - Skrzybski gewann nach einem langen Ball das Laufduell gegen Zimmermann, lief alleine auf Schuhen zu und schloss mit links eiskalt ins rechte Eck ab (37.). Im Gegenzug verzog erneut Tietz denkbar knapp mit dem Kopf (38.). So blieb es bis zum Pausenpfiff bei der durchaus verdienten Gäste-Führung.

Die Hessen kehrten deutlich wacher auf den Platz zurück. Nach einer Ecke von Fabian Holland kam Pfeiffer an die Kugel, köpfte aber aus zehn Metern über den Kasten von Thomas Dähne (51.). In der Folge erhöhten die Lilien weiter das Tempo und setzten Kiel zunehmend unter Druck.

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In der 62. Minute hatte Braydon Manu nach einer Flanke von Tietz aus kurzer Distanz den Ausgleich auf dem Kopf, er brachte den Körper im Fallen aber nicht richtig hinter den Ball - kein Problem für Dähne.

Braydon Manu (r.) war wieder einer der Aktivposten der Darmstädter.
Braydon Manu (r.) war wieder einer der Aktivposten der Darmstädter.  © dpa/Uwe Anspach

SV Darmstadt 98 kommt zurück: Matthias Bader schafft den Ausgleich

Die Lilien haben sich für die engagierte zweite Halbzeit belohnt: Matthias Bader (r.) traf in der 72. Minute zum verdienten Ausgleich.
Die Lilien haben sich für die engagierte zweite Halbzeit belohnt: Matthias Bader (r.) traf in der 72. Minute zum verdienten Ausgleich.  © dpa/Uwe Anspach

Schließlich kamen die Lilien aber doch noch zum mittlerweile verdienten Ausgleich: Manu setzte sich gegen aufgerückte Störche rechts durch und flankte nach innen auf den eingewechselten Oscar Vilhelmsson. Der stand im Abseits und ließ den Ball zu Bader durch, der aus spitzem Winkel zum 1:1 einschob (72.).

Jetzt wollte Darmstadt den Sieg. In der 78. Minute scheiterte Frank Ronstadt vom Rand des Sechzehners am glänzend parierenden Dähne (78.).

Kiel verteidigte nun mit Mann und Maus gegen das Powerplay der Südhessen, die ein ums andere Mal gefährlich in den Strafraum kamen.

Aber es reichte nicht mehr zum dreifachen Punktgewinn für die Gastgeber. So blieb es nach zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten bei der letztlich verdienten Punkteteilung.

Der SV98 tritt am kommenden Samstag (20.30 Uhr) im Topspiel der 2. Bundesliga beim FC St. Pauli an, Holstein Kiel empfängt ebenfalls am Samstag (13 Uhr) Fortuna Düsseldorf.

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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