Dirk Schuster selbstkritisch vor Rückkehr nach Darmstadt: "Das war dumm von uns"

Darmstadt/Kaiserslautern - Dirk Schuster (55) blickt vor seiner Rückkehr mit dem 1. FC Kaiserslautern an das Böllenfalltor selbstkritisch auf seinen einstigen Abgang und auf seine spätere Rückkehr beim SV Darmstadt 98.

Am kommenden Samstag tritt Dirk Schuster (55) mit dem 1. FC Kaiserslautern bei seinem Ex-Klub Darmstadt 98 an.
Am kommenden Samstag tritt Dirk Schuster (55) mit dem 1. FC Kaiserslautern bei seinem Ex-Klub Darmstadt 98 an.  © Daniel Reinhardt/dpa

Er würde dies im Nachgang anders machen, so der Chefcoach des FCK vor der Partie beim Spitzenreiter der 2. Bundesliga am kommenden Samstag (20.30 Uhr/Sky) über seinen Wechsel 2016 zum FC Augsburg.

Die Regelung mit Darmstadt sei damals in der Kommunikation etwas unglücklich gelaufen. "Anders gesagt: Das war dumm von uns. Aber die Sache ist längst aus der Welt geschafft", sagte Schuster im dpa-Gespräch.

Der heute 55-Jährige, der in Karlsruhe lebt, war einst mit den Lilien von der 3. in die 1. Liga durchmarschiert und 2016 "Fußball-Trainer des Jahres" in Deutschland.

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Nach dem Klassenverbleib des Außenseiters heuerte er beim FC Augsburg an. Dort musste er schon nach einem halben Jahr wieder gehen.

2017 kehrte Schuster nach Darmstadt zurück und sicherte den Südhessen den Verbleib in der zweiten Liga, ehe sich der Klub 2019 von ihm trennte.

2016 stieg Schuster mit den Lilien überraschend in die 1. Bundesliga auf.
2016 stieg Schuster mit den Lilien überraschend in die 1. Bundesliga auf.  © dpa/Roland Holschneider

Trainer-Routinier Felix Magath habe ihm mal gesagt: Der Schritt zurück nach Darmstadt sei ein Fehler gewesen, so Schuster, "weil man zu sehr an früheren Erfolgen gemessen wird". Vom Gesamtbild her müsse er heute sagen: "Er hatte recht."

Vor der Partie in Darmstadt schwächelt Aufsteiger Lautern unter Schuster etwas und ist aus der Spitzengruppe gefallen. Die Lilien kassierten zuletzt zwei Niederlagen, sind aber weiter Tabellenführer vor dem Hamburger SV.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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