Datenleck bei der TSG Hoffenheim: Bundesligist leitet Untersuchung ein
Sinsheim - Sportlich läuft es bei der TSG 1899 Hoffenheim aktuell spitze, nach dem furiosen 5:1-Erfolg am Mittwochabend gegen Borussia Mönchengladbach steht das Team mit einem Spiel in der Hinterhand auf Platz fünf. Abseits des Rasens leistete sich aber irgendjemand einen Schnitzer.
Die Mitgliederliste des Bundesligisten ist nämlich unberechtigt im Vereinsumfeld weitergegeben worden, wie die Sinsheimer am Donnerstag mitteilten.
Demnach leitete der Klub eine Untersuchung ein und meldete den Fall auch dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg.
Missbräuchlich sollen die geleakten Daten bislang aber nicht genutzt worden sein, hieß es weiter. Es gebe auch keine Hinweise darauf, dass Mitglieder in irgendeiner Form im Zusammenhang mit dem Zwischenfall kontaktiert wurden. Zudem habe der Klub nicht näher genannte Maßnahmen ergriffen.
"Der Schutz der personenbezogenen Daten unserer Mitglieder hat für uns höchste Priorität", erklärte der Vereinsvorstand in der Mitteilung. Man bedauere die Angelegenheit ausdrücklich und nehme die Verantwortung sehr ernst.
Abschließend hieß es: "Transparenz gegenüber unseren Mitgliedern und eine umfassende Aufklärung sind für uns selbstverständlich."
Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa
