Insolvenzverfahren bei 1860 München eröffnet, "Löwe" im Wappen zurück

Von Martin Moravec

München - Das Insolvenzverfahren beim TSV 1860 München ist eröffnet. Diesen Beschluss fasste das Amtsgericht München und bestellte den vorläufigen Insolvenzverwalter Max Liebig nun zum Insolvenzverwalter.

Mit dem Erwerb der Markenrechte sollen auch Beschäftigte übernommen werden. Darunter auch der Kader von Spielern aus der U19, U21 und dem ehemaligen Profibereich.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Gleichzeitig kann der nach einem Zwangsabstieg in die Regionalliga abgestürzte Fußball-Traditionsverein nach dem Kauf der Markenrechte wieder sein bekanntes Wappen mit dem ikonischen Löwen nutzen.

Wie am Dienstag mitgeteilt wurde, sollen alle Gläubiger in Kürze angeschrieben und zur Anmeldung ihrer Forderungen aufgefordert werden.

Unter den Gläubigern sind auch die rund 5500 Käufer von Dauerkarten für diese Saison in der 3. Fußball-Liga, in der die "Löwen" aber nicht antreten konnten.

TSV 1860 München Nach 1860-Drama: Ex-Nationalspieler Volland beendet Karriere

Der vorläufige Gläubigerausschuss hat einem Angebot des Turn und Sportverein München von 1860 e.V. und der neuen TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH zugestimmt.

Dieses sieht den Kauf von Vermögenswerten der insolventen Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) vor, darunter deren Markenrechten. Dabei handelt es sich um die Schutzmarken "TSV 1860 München" sowie die Wort-Bildmarke, den im Achteck eingerahmten, nach links blickenden Löwen mit Doppelschweif und dem Schriftzug "1860".

Anzeige

Wegen eines Streits mit Investor Hasan Ismaik um die Merchandising-Rechte waren die Münchner zum Saisonstart auf ein altes, ovales Logo ausgewichen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Mehr zum Thema TSV 1860 München: