Zweitligist verbietet den Fans das Hüpfen, aber warum eigentlich?

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Bochum - Baustelle Ruhrstadion! Das Wohnzimmer von Fußball-Zweitligist VfL Bochum soll umfassend modernisiert werden, dadurch wieder in neuem Glanz erstrahlen. Für die Fans gibt es dabei einen kleinen, aber nicht ganz unwichtigen Haken.

In der Bochumer Ostkurve ist "choreographiertes Springen" vorerst tabu.
In der Bochumer Ostkurve ist "choreographiertes Springen" vorerst tabu.  © IMAGO / Team 2

In der Ostkurve darf vorerst nämlich nicht mehr gemeinsam gesprungen werden. Wie der Revierclub am Mittwoch mitteilte, gelte dort bis auf Weiteres ein Hüpfverbot. Angeordnet worden sei dieses von offizieller Seite per Ordnungsverfügung.

Auslöser für die Entscheidung seien demnach Untersuchungen im Zuge der geplanten Modernisierung der VfL-Heimstätte an der Castroper Straße gewesen.

Ein beauftragtes Ingenieurbüro habe das "Schwingungsverhalten der Stehstufenelemente" geprüft und dabei festgestellt, dass die Konstruktion bei gleichzeitigen Bewegungen vieler Fans stärker ins Schwingen gerate. Dadurch könne insbesondere bei "ungeübten" Stadionbesuchern ein "Unwohlsein-Effekt" ausgelöst werden.

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An der Stabilität der Tribüne gebe es laut Gutachten zwar nichts auszusetzen, es könne aber "durch gemeinsames, rhythmisches Hüpfen oder Springen, also synchronisierte Bewegungen vieler Menschen, zum sogenannten 'Trampolineffekt' kommen".

Bochumer Ostkurve auf Bewährung

Das Ruhrstadion an der Castroper Straße bekommt eine ordentliche Frischzellenkur, wird umfassend saniert.
Das Ruhrstadion an der Castroper Straße bekommt eine ordentliche Frischzellenkur, wird umfassend saniert.  © David Inderlied/dpa

Trotz des Verbots bleibe die Ostkurve gegen Arminia Bielefeld am Sonntag nach Klubangaben voll ausgelastet.

Der gesamte Stehplatzbereich könne genutzt werden, gemeinsame Sprungbewegungen seien allerdings nicht erlaubt.

Sollte das nicht funktionieren, könnte als letzte Konsequenz die komplette Tribüne dichtgemacht werden. Bis zu 10.000 VfL-Anhänger müssten dann vor den Stadiontoren bleiben.

Titelfoto: IMAGO / Team 2

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