Tiefer Blick in glasige Augen? Aufstiegshelden wollen "maximal fünf Minuten" spielen

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Osnabrück/Wiesbaden - Am Samstag feierte der VfL Osnabrück den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Allerdings nicht auf dem Rasen, sondern im Mannschaftsbus. Die Niedersachsen müssen am heutigen Sonntagnachmittag (16.30 Uhr) nämlich noch beim SV Wehen Wiesbaden ran. Ihre Partystimmung wollten sich die Lila-Weißen von dem lästigen Punktspiel aber offenbar nicht verderben lassen.

Timo Schultz (48) muss heute eventuell nach dem körperlichen Befinden seiner Spieler aufstellen.
Timo Schultz (48) muss heute eventuell nach dem körperlichen Befinden seiner Spieler aufstellen.  © Guido Kirchner/dpa

"Die ersten Spieler sind schon auf mich zugekommen und haben gesagt: maximal fünf Minuten", scherzte VfL-Coach Timo Schultz (48) am Samstag im Interview mit Vereinsmedien vor dem Teamhotel in Hessen im Hinblick auf das anstehende Duell.

"Ich denke, morgen früh das Anschwitzen werde ich dazu nutzen, den Jungs mal tiefer in die Augen zu schauen und dann zu entscheiden", fügte der 48-Jährige mit einem verschmitzten Lächeln an.

Ein Feierverbot wollte der Trainer trotz der Aufgabe nicht verhängen - und wäre wohl ohnehin machtlos gewesen. "Wir sind aufgestiegen, natürlich. Die Jungs werde ich nicht mehr einfangen können", so Schultz. "Wir werden es heute Abend ordentlich krachen lassen."

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Dennoch beteuerte der Ex-Profi, dass seine dann eventuell etwas verkaterte Mannschaft das Spiel keineswegs abschenken werde.

"Wir werden schon eine schlagkräftige Truppe zusammenkriegen, wir wollen auch morgen gewinnen. (...) Ich bin mir trotzdem wirklich sicher bei der Mannschaft, dass die morgen trotzdem Gas geben werden."

Timo Schultz hätte sich einen anderen Aufstieg gewünscht

Der VfL Osnabrück ist nach einer überragenden Saison in die 2. Bundesliga aufgestiegen.
Der VfL Osnabrück ist nach einer überragenden Saison in die 2. Bundesliga aufgestiegen.  © David Ebener/dpa

Bei aller Freude über den großen Erfolg hätte sich Schultz dann aber doch andere Umstände gewünscht.

"Das ist ein Aufstieg, den ich hoffentlich das erste und letzte Mal so erleben werde. Du fährst mit dem Bus nach Wiesbaden, merkst dann schnell, dass Stuttgart gewinnen wird, und dann geht das Ding hier auf dem Parkplatz vorm Hotel über die Ziellinie", erklärte der gebürtige Ostfriese.

Nichtsdestotrotz sei die Rückkehr in die 2. Liga natürlich höchstverdient: "So gut wie wir waren und so viele Punkte wie wir geholt haben. Mit Abstand Erster. Das kommt jetzt auch nicht wie Kai aus der Kiste", befand der VfL-Coach. "Dass wir jetzt nach dem Winter natürlich so punkten, ich glaube, wir haben einen Schnitt von 2,6 - das ist brutal."

Titelfoto: Bildmontage: Guido Kirchner/dpa, David Ebener/dpa

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