Bundesliga-Coach schimpft wegen "Pyro-Wahnsinn" über deutsche Fans!

Wolfsburg - Offiziell ist der Einsatz von Pyrotechnik im Fußballstadion verboten, was viele Fanlager hierzulande aber kaum am Abbrennen hindert - und die Gemüter seit jeher spaltet. Wolfsburg-Trainer Ralph Hasenhüttl (56) ist gar nicht begeistert von dem riskanten Brauch und wünscht sich zumindest dahingehend englische Verhältnisse.

Ralph Hasenhüttl (56) steht seit Mitte März bei den Wölfen an der Seitenlinie, wo er auf Niko Kovac (52) folgte.
Ralph Hasenhüttl (56) steht seit Mitte März bei den Wölfen an der Seitenlinie, wo er auf Niko Kovac (52) folgte.  © Tom Weller/dpa

"Ich bin generell ein Freund von respektvollem Support und habe mit Pyrotechnik definitiv ein Problem", sagte der Bundesliga-Coach am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Darmstadt 98.

Zum einen, weil viele durch den Rauch einfach nichts vom Spiel mitbekommen würden. "Außerdem ist es gefährlich. Es gab mittlerweile schon einige Verletzungen, auch bei unseren Fans", fügte der 56-Jährige an.

Der Besuch in den Fußballtempeln der Klubs solle "für jeden ein positives Erlebnis sein und etwas, das man auch mit kleinen Kindern und gemeinsam mit der Familie erleben sollte", mahnte der Österreicher.

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Hasenhüttl trainierte vor seinem Amtsantritt beim VfL Wolfsburg bereits den FC Southampton auf der Insel und zog einen Vergleich, bei dem Deutschland an und für sich sehr gut wegkommt: "Deswegen bin ich Freund eines lautstarken Supports, von mir aus auch eines mit Choreo designten Supports - da sind wir in Deutschland sehr weit. Das ist etwas, das in England gar nicht passiert."

Die Fans des VfL Wolfsburg zündeten unter anderem im März bei dem Duell gegen den VfB Stuttgart Pyrotechnik in der heimischen Volkswagen-Arena.
Die Fans des VfL Wolfsburg zündeten unter anderem im März bei dem Duell gegen den VfB Stuttgart Pyrotechnik in der heimischen Volkswagen-Arena.  © Swen Pförtner/dpa

Doch die Feuerwerkskörper seien ihm ein großer Dorn im Auge: "Dafür gibt es aber auch nicht diesen Pyro-Wahnsinn, der auch nicht zuträglich ist, um mehr Stimmung zu erzeugen", so das Fazit des Übungsleiters.

Titelfoto: Tom Weller/dpa, Swen Pförtner/dpa

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