Besonderes Training: Mit diesem Kniff ebnete der Elbflorenz-Coach den Weg für den Derbysieg

Dresden/Aue - Sebastian Greß (28) hatte nach dem erfolgreichen Derbyabend für den HC Elbflorenz einen Wunsch: "Liebe Auer, bleibt bitte in der Liga. Die Atmosphäre hier in der Halle ist gigantisch. Als die Mannschaft eingelaufen ist, hatte ich Gänsehaut. Es ist doch für uns alle das Spiel des Jahres."

Elbflorenz-Trainer André Haber (37) bereitete seine Mannschaft im Training auf besondere Art und Weise auf Aue vor.
Elbflorenz-Trainer André Haber (37) bereitete seine Mannschaft im Training auf besondere Art und Weise auf Aue vor.  © Lutz Hentschel

Dass es der EHV jetzt noch schwerer im Kampf um den Klassenerhalt hat, lag auch mit an ihm. Sein Team siegte 28:24 (15:11).

Und das mit einem Kniff von HCE-Trainer André Haber (37) - wie Lukas Wucherpfennig (28) nach der Partie verriet. "Das Publikum steht sehr, sehr hinter dem EHV. Im Abschlusstraining haben wir die Kulisse in laut laufen lassen, um uns darauf einzustellen."

Wucherpfennig war eine Geschichte der Partie. Er hatte nur rund 60 Sekunden Spielzeit, kam lediglich zu den sechs Siebenmetern in die Partie und verwandelte sie alle. Damit war er der beste Werfer der Begegnung, passiert auch nicht so oft. "Das ist ein witziger Nebeneffekt", lachte er.

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Für ihn spielte Vincent Klepp (22), er hätte aber jederzeit eingreifen können. Musste er aber nicht. "Vincent trainiert derzeit super, hat sich die Spielzeit erarbeitet, er hat das super gemacht. Aber es war allgemein eine mega Mannschaftsleistung", so Wucherpfennig.

Stephan Just, Trainer des EHV Aue, gibt sich selbstkritisch nach der Derby-Niederlage

Aue-Coach Stephan Just (44, M.) war sich nicht sicher, ob er vor dem Sachsenderby die richtigen Worte zu seinem Team sprach.
Aue-Coach Stephan Just (44, M.) war sich nicht sicher, ob er vor dem Sachsenderby die richtigen Worte zu seinem Team sprach.  © Katja Lippmann-Wagner

Dann sagte er noch einen Satz, den EHV-Trainer Stephan Just (44) bestätigte: "Das Derby gewinnt der, der es mehr will." Und das war Dresden.

"Da muss ich auch selbst in mich gehen. Vielleicht habe ich vor dem Spiel nicht die richtigen emotionalen Worte gefunden. Wir haben nur über kurze Zeit das auf die Platte gebracht, was in solch einem Derby vonnöten ist", so Just. Er war vor allem mit der Wurfquote nicht einverstanden. "Was wir wieder verballert haben!"

Sein Team lief von Beginn an der Musik hinterher, Dresden führte immer. "Wir sind gut reingekommen. Wir hatten durch die Führung eine gewisse Sicherheit, so konnten wir es ein bisschen leichter spielen. Dazu kamen die Paraden von Marino Mallwitz", so Dresdens Coach Haber.

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Der HCE-Keeper parierte immer dann, wenn Aue dran war, holte sich drei Siebenmeter und entnervte so die Auer.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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