Dresden - "Ich denke auf jeden Fall, das macht unseren Sport aus, dass wir bis zum Ende alles reinhauen. So wie Ferndorf das gemacht hat, haben wir es auch gemacht und ich glaube, das zeichnet uns auch die Saison aus", erklärte Nils Fuhrmann (23) vom HC Elbflorenz nach dem 35:28-Sieg bei Ferndorf am Dyn-Mikro.
"Ich glaube, wir wechseln in der ersten Halbzeit fast die ganze Mannschaft ein. Das heißt, dass wir in der zweiten Halbzeit alle Luft haben, alle noch mal Gas geben können und dann auch in der zweiten Halbzeit wieder wechseln können", erklärte Fuhrmann, weshalb es aktuell so gut bei seinem Team läuft.
Dass in Kreuztal die Zähler 15 und 16 auf das Konto der Handballer aus Sachsen wanderten, lag außerdem an der optimalen Vorbereitung auf das Sechs gegen Sieben in der Abwehr, dem Mut im Nach-vorne-Verteidigen und der Frische im Kopf.
Laut offizieller Statistik der Handball-Bundesliga waren es am Ende zwar nur drei Steals. Einmal klaute Daniel Bláha (20) dem TuS den Ball, zweimal spritzte Sebastian Greß (31) in den Pass der Gastgeber.
Einen dieser Momente bezeichnete Ferndorf-Coach Ceven Klatt (43) im Anschluss aber zu Recht als "eine Schlüsselszene des Spiels". Bei 17:19 antizipierte Dresdens Kapitän den Pass, schickte Oliver Seidler (27) auf die Reise.
Der Kreisläufer vollendete ins leere Tor und der Vorsprung wuchs.
Haber lobt Aufmerksamkeit seines HC Elbflorenz
"Vor allen Dingen die Ballgewinne haben mich gefreut, weil wir die Woche über auch viel darin investiert haben, dass das gut klappt", betonte HCE-Coach André Haber (40) nach dem Sieg - dem achten in dieser Saison.
Nach dem Patzer von Sachsen-Konkurrent Leipzig im Derby bei Dessau sind die Dresdner das einzige Team, das bei nur einer Niederlage steht - und mit zwei Punkten Vorsprung Tabellenführer ist.
Und weil die Jungs von Haber in jedem Spiel bis zur 60. Minute wach und nicht nur gierig auf Siege, sondern auch auf Tore sind, stehen sie nach neun Spieltagen schon bei einer Differenz von plus 71.
Dieser Trumpf ist wie ein zusätzlicher Punkt im Aufstiegskampf.