Ein Sieg für Max Janke: HC Elbflorenz gewinnt Derby gegen Aue sehr deutlich

Dresden - Den letzten Derbytanz zumindest für eine Saison gewann der HC Elbflorenz vor 2704 Zuschauern (ausverkauft) in eigener Halle gegen den EHV überaus deutlich mit 39:29 (16:13). Aue hielt eine Halbzeit gut mit, ging dann aber völlig unter. Der Gastgeber hatte in Marino Mallwitz (19 Paraden) den besten Mann. Die Geschichte der Partie spielte sich aber vor dem Anwurf ab.

Vor dem Spiel wurde Dresdens Maximilian Janke (r.) von seinem Team gebührend verabschiedet.
Vor dem Spiel wurde Dresdens Maximilian Janke (r.) von seinem Team gebührend verabschiedet.  © Matthias Rietschel

Beide Teams bildeten ein Spalier, durch das Max Janke ein letztes Mal ging. Er muss aus gesundheitlichen Gründen seine Laufbahn beenden, wurde verabschiedet.

Die Akteure und das Publikum applaudierten minutenlang, als ein Film über die 14 Jahre andauernde Laufbahn Jankes mit Stationen in Magdeburg, Leipzig, Minden, Dresden und der deutschen Nationalmannschaft lief.

Der 31-Jährige zeigte sich gerührt, wischte sich mehrfach das Wasser aus den Augen. Es drückte aber auch arg auf die Tränendrüse.

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In der Partie vor einer überaus würdigen wie stimmungsvollen Derby-Kulisse hielt Aue erstaunlich gut mit, vor allem Mika Sajenev am Kreis stellte die Tiger vor Probleme. Dass diese nicht größer wurden, lag an einem überragenden Mallwitz, der satte 13 Würfe in den ersten 30 Minuten entschärfte.

Weitere Würfe setzten die Erzgebirger, die in Durchgang eins mehr Abschlüsse hatten als die Dresdner, an die Latte, daneben oder drüber.

HC Elbflorenz entscheidet das Derby gegen EHV Aue für sich

HCE-Keeper Marino Mallwitz präsentierte sich wieder in Gala-Form. (Archivbild)
HCE-Keeper Marino Mallwitz präsentierte sich wieder in Gala-Form. (Archivbild)  © Lutz Hentschel

Dresden spielte lange nicht so gut wie zuletzt, zeigte sich aber konzentrierter vor dem Tor, obwohl auch Pascal Bochmann stark hielt. Der HCE, der ab dem 5:4 (7.) durchgehend führte, war schlichtweg cleverer. Er hielt Aue ab der 20. Minute auf Distanz.

Die zweite Hälfte wurde schnell zu einer klaren Sache für den Gastgeber. Der HCE packte in der Abwehr resoluter zu, hatte zur Not Mallwitz und schloss vorn konzentriert ab.

Von den ersten elf Würfen saßen zehn - 26:16 (42.). Mallwitz selbst erzielte den 27. Treffer (45.). Damit hatte jeder eingesetzte Spieler getroffen!

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Dem EHV gelang fast gar nichts mehr, er blieb elf Minuten ohne Tor und schaute hinten zu, wie die Dresdner Bochmann und Sveinbjörn Petursson die Bude zerschossen.

Aue gab auf. Das geht im Handball natürlich nicht. Für Dresden war die zweite Hälfte eine Machtdemonstration. Ein Sieg für Max Janke.

Titelfoto: Bildmontage: Matthias Rietschel

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