Gute oder schlechte Saison? HCE-Coach Haber zieht persönliche Bilanz!

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Dresden - Die Saison des HC Elbflorenz steht in den Geschichtsbüchern. 50 Punkte sind einer neuer Rekordwert in der eigenen Historie, zum Aufstieg reichte es letztlich trotzdem nicht. Im TAG24-Gespräch zog Coach André Haber (39) sein Saison-Fazit, sprach über die Gründe für die weniger erfolgreiche Rückrunde und erklärte, was die Saison mit Rock'n'Roll gemeinsam hatte.

Auch wenn der große Traum knapp verpasst wurde. Nach dem dritten Platz und der historisch besten Saison des HC Elbflorenz gab es bei den Tigern viel Grund zur Freude.
Auch wenn der große Traum knapp verpasst wurde. Nach dem dritten Platz und der historisch besten Saison des HC Elbflorenz gab es bei den Tigern viel Grund zur Freude.  © Matthias Rietschel

TAG24: Wie bewerten Sie die Saison?

André Haber: "In Summe ist es die beste Saison des HC Elbflorenz. Zum einen aufgrund der Platzierung der 1. Mannschaft, zum anderen aufgrund der Punktzahl. Sportlich bleiben noch zwei Plätze Luft. Im selben Atemzug sind aber auch die Qualifikationen der A- und B-Jugend für die Junioren-Bundesliga zu nennen. Das macht die Saison so rund, auch wenn sie die Kerbe hat, dass es mit dem ganz großen Traum nicht geklappt hat. Mein großer Dank gilt allen Beteiligten, von Nachwuchstrainern über die Mitarbeiter des HC Elbflorenz, meinem Staff, der Mannschaft und den Angestellten der BallsportARENA, sowie Fans und Partnern."

TAG24: Der dritte Platz ist historisch. Noch nie war der HC Elbflorenz so gut. Zur Hinrunde sah es sogar noch besser aus ...

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Haber: "Geschafft haben wir die Ausgangslage für diese Platzierung in der Hinrunde. Da waren wir Erster. Und dann tut es schon weh, wenn man zum Schluss Dritter ist. Diese hervorragende Ausgangslage aus dem Winter haben wir verspielt. In der Rückrunde sind wir tabellarisch nur Fünfter geworden, haben ein paar Mal zu viel gekleckert."

TAG24: Woran lag das, dass man die Spitzenposition aus der Hand gegeben hat?

Haber: "Wir haben gegen die Top-Zwei (Anm.: SG BBM Bietigheim und Balingen-Weilstetten) keine Punkte geholt. Wir haben insgesamt 19 Spiele, die plusminus drei Tore ausgehen. Da waren die beiden konsequenter. Und wir hätten uns die ein oder andere enge Crunchtime ersparen müssen. Gerade in der Rückrunde lag das an der Wurfeffizienz."

TAG24: Warum wurde diese Effizienz nach der EM-Pause im Januar schlechter?

Haber: "In der Hinrunde war das wie ein Rauschzustand und ganz schön Rock'n'Roll. Da haben wir viele Tempo-Tore gemacht, hatten im Schnitt 60 Angriffe pro Spiel. In der Rückrunde haben wir besser verteidigt und den Gegner zu längeren Angriffen gezwungen oder sind vom Gegner mit einem Sieben-gegen-Sechs konfrontiert worden. Auch deshalb haben wir ein bisschen von dieser Pace verloren. Aber: Wir hatten in der gesamten Saison nur ein Spiel, wo wir chancenlos auf Punkte waren. Das war in Balingen (Anm.: 36:42-Niederlage). In allen anderen Spielen hätten wir auch gewinnen können."

Häufig zeigte der Daumen von HCE-Coach André Haber (39) in dieser Saison nach oben.
Häufig zeigte der Daumen von HCE-Coach André Haber (39) in dieser Saison nach oben.  © Lutz Hentschel

André Haber will auch kommende Saison "nach oben und nicht nach unten" schauen

Dresdens bester Torschütze Julius Dierberg (34) führt mit 17 Treffern auch das interne Ranking bei Tempogegenstoß-Toren an.
Dresdens bester Torschütze Julius Dierberg (34) führt mit 17 Treffern auch das interne Ranking bei Tempogegenstoß-Toren an.  © Lutz Hentschel

TAG24: Am Samstag wurden fünf Spieler verabschiedet, vier Jungs kommen neu dazu. Braucht das Team einen frischen Wind?

Haber: "Alle Spieler, die wir verabschiedet haben, sind absolut verdient und haben ihr Herz für den HC Elbflorenz auf der Platte gelassen. Ein Anpassungsprozess in jedem Jahr ist normal und auch notwendig, um in kleinen Baustellen besser zu werden und auch einen neuen Reiz zu setzen."

TAG24: Kann jetzt schon zum großen Angriff für die kommende Zweitliga-Saison geblasen werden?

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Haber: "Dafür ist es jetzt noch etwas früh. Wir stecken intern die Köpfe zusammen, um ein Ziel zu formulieren. Diesen dritten Platz haben wir gewonnen. Kommende Saison will ich natürlich nicht noch mal Dritter werden. In Dresden ist noch viel mehr möglich. Aber wir schauen definitiv nach oben und nicht nach unten."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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