Dresden - "Ich hab den Jungs gesagt, dass wir es uns erarbeiten müssen. Genau so hat es sich auch angefühlt", schätzte HCE-Coach André Haber nach dem 34:30-Sieg beim 1. VfL Potsdam und dem ersten Punktgewinn der Rückrunde ein: "Ich bin stolz auf die Mannschaft."
Sinnbildlich dafür stand Ivar Stavast mit seiner Defensiv-Aktion in Minute 46: Mit allem, was der Niederländer aufs Feld bringt, stellte er sich Potsdams Markus Mahr in den Weg - mit schmerzhaften und auch optischen Folgen für den Spielmacher aus Elbflorenz. Der Cut auf seiner Nase war unübersehbar.
"Da hat er sich reingeworfen ohne Rücksicht auf Verluste - für die Mannschaft", erklärte Haber. Eine Leidenschaft, die nach zuvor zwei Niederlagen mit dem ersten Sieg des Kalenderjahres belohnt wurde.
Feierabend war für den Rechtshänder danach übrigens nicht. Auf der Bank schüttelte er sich kurz, musste aufgrund der Behandlung auf dem Feld für drei Angriffe zuschauen und war dann in der Crunchtime wieder aktiv.
"Wir haben in der Abwehr gut unseren Plan verfolgt in der ersten Hälfte. In der zweiten kommen sie dann mit etwas mehr Tempo und wir lassen ein paar Sachen zu leicht zu. Aber wir greifen selbst viel besser an, machen 20 Tore in Durchgang zwei", sagte der 39-Jährige.
HCE will unter der Woche auch in Hagen punkten
Trotzdem: So richtig absetzen und das Spiel schon frühzeitig klarmachen, das gelang den Tigern vor gut 100 mitgereisten HCE-Fans nicht. Aber: "Für uns haben sich diese zwei, drei oder auch vier Tore plus natürlich gut angefühlt. Und dass wir immer wieder ein Tor geworfen haben im Angriff, das hat schon sehr geholfen", so Haber.
Die Parallelen zur Hinrunde gehen damit weiter. Auf den Start mit zwei Pleiten folgte der Triumph gegen Potsdam. Mittwoch im Heimspiel gegen Hagen soll der nächste gegen ein Top-Team dazukommen.