Parallelen zum Saisonstart: HC Elbflorenz muss so weitermachen
Potsdam - "Jeder kann in seinem Bett schlafen und nicht in einem Hotelzimmer", sagt André Haber (39) zum größten Luxus, den die zweitkürzeste Auswärtsfahrt der Saison - nur Dessau liegt näher an Dresden - vor dem Spiel am Samstag beim VfL Potsdam (19.30 Uhr) für ihn und sein Team bereithält. Zumindest wenn alles nach Plan läuft.
Denn welche Tücken die An- und Abreise am Spieltag bereithalten kann, das mussten die Wildcats aus Halle vergangenes Wochenende schmerzlich erfahren.
Nach ihrer Niederlage in Metzingen ging es eher weniger direkt zurück nach Sachsen-Anhalt. Bei Erfurt fuhr der Mannschaftsbus in eine Vollsperrung, die die Rückreise um acht Stunden verlängerte. Inklusive Hintour waren die Hallenserinnen satte 27 Stunden unterwegs.
Geht für Haber & Co. am Samstag auf dem Weg in die Landeshauptstadt Brandenburgs alles glatt, legen sie die etwas mehr als 200 Kilometer zur MBS Arena in knapp drei Stunden zurück.
Viel kürzer war der finale Motivationsschub des 39-Jährigen, den er seinem Team nach dem vergeigten Rückrundenstart mit den Pleiten gegen Bietigheim und Balingen-Weilstetten mitgegeben hat.
"Wir haben uns noch mal die letzten acht Minuten gegen Potsdam aus der Hinrunde angeguckt", erklärte der Trainer des HC Elbflorenz: "Da standen wir bei 0:4 Punkten und waren Tabellensiebzehnter, lagen mit drei Toren hinten und haben es noch gewonnen. Da hab’ ich die Jungs schon dran erinnert."
Reißt der HC Elbflorenz das Ruder in der Rückrunde erneut herum?
In der Rückrundentabelle stehen die Tiger mit zwei Niederlagen und minus fünf Toren auf dem 16. Rang. Die Parallelen zum Saisonstart sind also durchaus da.
Setzen die Sachsen diese Serie fort, muss am Samstag beim Spitzenduell des Dritten beim Vierten der erste Sieg dieses Kalenderjahres folgen.
Eines stellte Haber allerdings auch klar: "Nur mit Erinnerungen wird es nicht gehen."
Titelfoto: Lutz Hentschel
