Dresden - Die Ziele anderer Clubs interessieren André Haber (40) eher nur am Rande, aber das eigene ist diese Saison deutlich formuliert. Der HC Elbflorenz will ganz klar rauf in die 1. Bundesliga - der erste Schritt dahin soll am heutigen Sonntag (17 Uhr) bei Bayer Dormagen gegangen werden.
"Statistisch habe ich nichts vorliegen, aber Balingen hat letzte Saison das erste Spiel verloren und ist dann aufgestiegen. Am ersten Spieltag wird sicherlich nichts entschieden", meint Haber auch mit dem Blick auf das Vorjahr, als auch der HCE seinen Auftakt in den Sand setzte. Braucht diese Saison aber keiner!
"Wir reden immer von der richtigen Einstellung, von der richtigen Emotionalität und vom hohen Zusammenhalt der Mannschaft. Das hat mir in Aue im Pokal schon sehr gut gefallen. Wenn wir das fortführen können, dann haben wir eine sehr gute Chance, in dieser Saison auch viele Handballspiele zu gewinnen. Aber das muss auch klar der Auftrag sein", so der HCE-Coach.
Und: "Diese Einstellung, diesen Biss, dieses Miteinander: Das müssen wir transportieren."
Da spielt es auch keine Rolle, dass Haber mit seinen Tigern auch im zweiten Spiel der noch jungen Saison (nach dem Pokalderby in Aue) auf fremdem Parkett ranmuss.
Im Vorjahr hat der HC Elbflorenz seine Mühen mit dem ersten Gegner gehabt
"Das ist okay, weil es zwei unterschiedliche Wettbewerbe sind. Aber vor allem macht es mir nur mehr Vorfreude auf das erste Heimspiel nächste Woche Samstagabend. Und erstes Spiel auswärts bedeutet oft auch letztes Spiel zu Hause. Und das schmeckt mir auch sehr gut!"
Zunächst einmal aber wollen es sich die Tiger zum Auftakt in Dormagen richtig schmecken lassen. Der Vorjahres-15. habe in seiner Tabellenregion "mit den attraktivsten Handball" im vergangenen Jahr gespielt, meint Rico Göde (44).
Der Sportliche Leiter des HCE hat sich auch die Pokalniederlage der Nordrhein-Westfalen gegen Erstligist Eisenach angesehen. Die hatte der TSV richtig lange offen und spannend gehalten.
Göde: "Das ist schon eine sehr gute junge Truppe, die anders reingeht in das Spiel als wir. Für uns zählt: das, was wir in Aue gut gemacht haben, mitzunehmen. Wir fahren dahin, um zu gewinnen - aber das wollen wir gegen jeden Gegner."