Mit starker Defensive: HC Elbflorenz will nächsten Sieg
Lübbecke - Wenn die Handballer des HC Elbflorenz am Montag beim TuS N-Lübbecke (19.30 Uhr) den Anschluss an die SG BBM Bietigheim und den HBW Balingen-Weilstetten halten wollen, spricht eine Statistik ganz klar für das Team aus Dresden: Die beste Auswärtsmannschaft reist zum zweitschlechtesten Heimteam. Ein Fakt überraschte im Vorfeld sogar André Haber (39).
"Wir haben gesehen, dass sie in Bietigheim gewonnen haben, dass sie auswärts gut performt haben. Gegen Balingen waren sie auch echt nah dran. Aber dass es statistisch so krass ist, das war mir nicht klar", gestand der Coach.
Denn Lübbecke machte zuletzt nicht nur mit den Überraschungserfolgen beim 1. VfL Potsdam und der SG BBM Bietigheim auf sich aufmerksam und gab den Sachsen damit Schützenhilfe im Aufstiegsrennen. Allgemein schwimmt der Gegner aus Nordrhein-Westfalen auswärts eine bockstarke Welle: elf Punkte aus den vergangenen sechs Auftritten in der Fremde.
In der eigenen Merkur Arena läuft es dagegen gar nicht. Den einzigen Heimsieg holte der Tabellenelfte am 1. Spieltag gegen TSV Bayer Dormagen - und wartet schon seit 191 Tagen auf einen Heim-Zweier.
Für die auswärtsstarken Dresdner also fast ein Segen, dass sie in Lübbecke antreten dürfen.
HC Elbflorenz kann sich auf starke Defensive verlassen
"Sie spielen anders als die Mannschaften, die wir zuletzt hatten. Sie spielen sehr breit, haben ein paar andere Auslösehandlungen. Das ist schon auffällig", umreißt Haber, was heute auf seine Abwehr zu kommt.
Genau in dieser Mannschaft sieht der Coach einen großen "Pfand" seines Teams, weil das Leistungs-Barometer bei seinen Jungs in der Rückrunde klar nach oben zeigt: "Wir hatten Phasen, in denen wir die Top-Mannschaften bei wenig Toren gehalten haben. Gegen Lübeck und gegen Hagen war es dann sehr lange sehr gut."
Gelingt das dem Abwehrverbund auch in Lübbecke, nehmen Oliver Seidler (27) und Co. Kurs in Richtung neunten Auswärtssieg.
Titelfoto: Lutz Hentschel
