DRESDEN - Ohne Drama geht's im Duell der Elbestädter nicht! Wie im Vorjahr machte es der HC Elbflorenz dem Bundesligisten aus Hamburg richtig schwer. Beim 30:31 (18:14) hatten diesmal aber die Handballer aus der Hansestadt das bessere Ende. Dabei waren die Sachsen lange auf der Siegerstraße und auf dem Weg in Runde drei.
Die Verlängerung war wie in der vergangenen Saison mindestens drin, aber in der letzten Spielminute gab's zuerst ein Offensiv-Foul gegen Ivar Stavast.
Und im Anschluss an eine Parade von Robin Cantegrel vergab Louis Bensch freistehend die Möglichkeit - und damit auch die finale Chance auf den Ausgleich.
"Nicht so geil, weil es einfach nur an uns lag", beschrieb Timo Löser nach der Schlusssirene seine Gefühlslage.
Und weiter: "Ich hatte schon das Gefühl, dass wir deutlich bestimmter waren und uns um den eigenen Lohn bringen."
HC Elbflorenz verspielt eine Fünf-Tore-Führung gegen den HC Hamburg
Aber der Reihe nach. Wie gut und wie schnell die Dresdner den Schalter nach der Derbypleite umlegen können, dafür lieferten sie den Beweis.
"Das kann ich sagen, wenn eine Viertelstunde gespielt ist gegen Hamburg. Dann werden wir das sehen", beantwortete André Haber diese Frage im Vorfeld.
Nach etwas mehr als 15 Minuten traf Löser zum 9:6 für die Sachsen. Aber nicht nur ergebnistechnisch schafften sie den schnellen Turnaround. Auch insgesamt ging die Führung mehr als in Ordnung. Von Klassenunterschied war keine Spur.
Doch dann kippte die Partie. "Jetzt geht es darum, Crunchtime zu vermeiden. Jetzt geht es darum, wieder einen Gang hochzuschalten. Tempo Männer, wir sind gerade zu langsam", versuchte Haber im Timeout bei 23:20 (40. Minute) noch entgegenzuwirken.
Doch nach einem 0:5-Lauf aus Dresdner Sicht stellte Hamburg erstmals seit der Anfangsphase auf Remis (26:26, 53. Minute).
Entschieden war trotzdem nichts. Cantegrel parierte, der HCE hatte mehrfach die Chance zur erneuten Führung. Aber wie in der Schlussminute fehlte es hintenraus an der Genauigkeit.
Fast genauso bitter wie das Pokal-Aus: Beim erneuten Drama waren nur 1666 Zuschauer in der BallsportARENA dabei.