Timeout-Dusel bringt HCE wichtigen Last-Second-Sieg!
Essen - Louis Bensch heißt der gefeierte Held des HC Elbflorenz. In der buchstäblich letzten Sekunde blieb der Rechtsaußen aus sieben Metern eiskalt und verwandelte einen Strafwurf zum 33:32 (15:15)-Sieg bei der TuSEM Essen - und hält den Traum vom Aufstieg weiter am Leben.
"Geisteskrank", beschrieb Oliver Seidler die Entstehung des Siebenmeters am DYN-Mikro: "So wie ich es verstanden habe und wie die Schiedsrichter es kommuniziert haben, war es ein zu frühes Timeout der Essener. Der Ball war noch im Abpraller und das Timeout wurde genommen. Dadurch ist es eine Verhinderung einer Torchance, weil der Abpraller auch zu mir hätte kommen können."
Zuvor nahm sich Doruk Pehlivan, mit elf Toren bester HCE-Torschütze den vermeintlich letzten Abschluss des Spiels, scheiterte aber am von sich aus rechten Pfosten. Der Ball sprang zurück ins Feld - bei nur noch einer Sekunde auf der Uhr.
Dann nahm Essen das Timeout. Nach minutenlanger Beratung der Unparteiischen folgte die Entscheidung auf Strafwurf für den HCE, den Bensch versenkte.
Schon vor Spielbeginn mussten die Dresdner eine bittere Nachricht verkraften: Viktor Petersen Norberg konnte die Reise in den Pott nicht mit antreten, er verletzte sich am Knöchel.
Seine Kollegen schüttelten zwar die Schock-Mitteilung gut aus den eigenen Gliedern, dafür aber den Gastgeber aus dem Pott nicht ab. Bis zum letzten Angriff folgte auf jeden Dresdner Treffer die passende Antwort. Bensch' Schlusswort blieb unbeantwortet.
Die Situation im Aufstiegsrennen bleibt unverändert. Dem HCE fehlen vier Punkte zum Zweiten Balingen.
Titelfoto: Mathias M. Lehmann
