Arena wird zun Hexenkessel: Leipzig und Stuttgart ringen um jedes Tor

Leipzig - Die Begegnung zwischen dem SC DHfK Leipzig und dem TVB Stuttgart sorgte am Sonntag für einen spannungsgeladenen Handballnachmittag in der Quarterback Immobilien Arena. Am Ende trennten sich beide Teams vor 4793 Zuschauern mit 29:29 (17:17).

Leipzigs Abwehrchef Marko Mamic (r.) hatte am Sonntag alle Hände voll zu tun.
Leipzigs Abwehrchef Marko Mamic (r.) hatte am Sonntag alle Hände voll zu tun.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Leipzig begann mit Tomas Mrkva im Tor, Blaer Hinrikkson auf der linken Rückraumposition sowie dem zuletzt ausgefallenen Kapitän Lukas Binder. Domenico Ebner stand aufgrund einer Erkrankung nicht zur Verfügung.

Die Grün-Weißen wirkten bissig und konzentriert, während Stuttgart sich im Aufbauspiel erstaunlich viele Fehlpässe leistete. Bester Werfer war in der 15. Minute (9:7) eindeutig Franz Semper mit vier Treffern. In der 19. Minute (11:8) zogen die Hausherren dann erstmals mit drei Toren davon, doch nicht zuletzt aufgrund zahlreicher 7-Meter gegen die Sachsen, blieb Stuttgart dran.

Zwischen Leipzigs Dean Bombac und TVB-Abwehrkante Antonia Seradilla kam es immer wieder zu spektakulären 1-gegen1-Aktionen, die von den anwesenden Handballfans mit Szenenapplaus gewürdigt wurden.

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Eher mäßig performten an diesem Sonntag hingegen das Schiedsrichter-Duo, zahlreiche fragwürdige Entscheidungen erhitzen die Gemüter auf beiden Seiten des Kampfgerichts. Leipzig-Coach Frank Carstens sah dabei kurz vorm Ende des ersten Durchgangs wegen Meckerns die Gelbe Karte, nachdem ein erfolgreicher Durchbruch von Bombac samt Tor zurückgepfiffen wurde. Beim Stand von 17:17 ging es in die Kabine.

DHfK-Fans verwandeln Arena in ohrenbetäubenden Hexenkessel

DHfK-Keeper Tomas Mrkva musste wegen der Erkrankung von Domenico Ebner die volle Last auf seinen Schultern tragen und ging nicht nur in puncto Körpersprache voran.
DHfK-Keeper Tomas Mrkva musste wegen der Erkrankung von Domenico Ebner die volle Last auf seinen Schultern tragen und ging nicht nur in puncto Körpersprache voran.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Auch nach dem Wiederanpfiff wurde um jedes Tor intensiv gerungen.

Mrkva entschärfte gleich mehrere freie Würfe der Gäste, wodurch es Leipzig in der 38. Minute erneut gelang, den Vorsprung auf drei Tore auszubauen (22:19). Die DHfK-Fans verwandelten die Arena in einen ohrenbetäubenden Hexenkessel und peitschten ihr Team nach vorn.

Doch wie ein der ersten Hälfte blieb der TVB dran und glich in der 47. Minute abermals aus (23:23), um danach sogar in Führung zu gehen.

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Doch die Grün-Weißen gaben sich nicht auf und kamen in der 58. Minute zurück (28:28)!

Die letzten Szenen dieser Begegnung waren dabei selbst für nervenstarke Fans kaum zu ertragen: Am Ende scheiterte Semper mit dem letzten Wurf - beide Teams teilen sich beim Stand von 29:29 die Punkte.

Titelfoto: Picture Point/ Sven Sonntag

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