Pfiffe in der Halle: DHfK-Krimi gegen Rekordmeister

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Kiel - Was für ein Handball-Krimi! Der SC DHfK Leipzig hat dem Rekordmeister THW Kiel am Samstag einen so wichtigen Punkt im Abstiegskampf abgerungen. Beide Teams trennen sich mit 28:28 (13:14) unentschieden! Während die Leipziger vor 9991 Zuschauern feierten, als wären sie die Sieger des Abends, wurden die Hausherren von so manchen Fans aufgrund einer desolaten Performance ausgepfiffen.

Leipzigs Tomas Mrkva erwischte einen bärenstarken Tag und gewann im ersten Durchgang mit 7:3 Paraden das Torwartduell gegen Nationalkeeper Andreas Wolf! (Archiv)
Leipzigs Tomas Mrkva erwischte einen bärenstarken Tag und gewann im ersten Durchgang mit 7:3 Paraden das Torwartduell gegen Nationalkeeper Andreas Wolf! (Archiv)  © Picture Point / Roger Petzsche

Der THW musste auf gleich fünf Stammkräfte verzichten und ging demnach geschwächt in die Partie. In den Reihen der Leipziger fehlte der erst kürzlich genesene Adam Lönn.

DHfK-Coach Carsten vertraute zu Beginn auf Mrkva im Tor, Bogojevic, Bombac und Semper im Rückraum sowie Peter und Binder auf Außen.

Leipzig fand zunächst schwer ins Spiel, besonders im Angriff gelang wenig, während Kiel resolut verteidigte und immer wieder über den Kreis zum Torerfolg kam.

Leipzigs Ebner vor Spiel gegen Rekordmeister Kiel: "Das Unmögliche möglich machen"
SC DHFK Leipzig Leipzigs Ebner vor Spiel gegen Rekordmeister Kiel: "Das Unmögliche möglich machen"

Doch die Sachsen sortierten ihre Defensive und boten dem Rekordmeister zunehmend die Stirn. In der 20. Minute gelang den Grün-Weißen der Ausgleich (8:8), nicht zuletzt dank starker Paraden von Mrkva, der wichtige Bälle seiner Ex-Mannschaftskollegen entschärfen konnte.

Beim Stand von 13:14 ging es in die Kabine.

Mutige Leipziger bringen Kiel in Bedrängnis

Staffan Peter war bester Werfer in den Reihen der Leipziger. (Archiv)
Staffan Peter war bester Werfer in den Reihen der Leipziger. (Archiv)  © Jan woitas

Nach dem Wiederanpfiff wirkte Kiel stabiler und stellte in der Defensive auf eine 5-1-Formation um, die den Leipzigern bereits im Hinspiel große Probleme bereitet hatte.

Doch der SC DHfK fand dieses Mal Lösungen und reduzierte zugleich die Zahl der technischen Fehler gegenüber der ersten Halbzeit.

Nach 47 Minuten schien beim Stand von 22:22 diesmal alles möglich für die Leipziger, während der THW verunsichert wirkte.

In der 54. Minute gingen die Grün-Weißen erstmals in der Begegnung in Führung (25:24)!

In einer nervenaufreibenden Schlussphase zogen die Leipziger gleich mehrmals den Kopf aus der Schlinge und nehmen beim Endergebnis von 28:28 einen Punkt mit zurück in die Messestadt.

Titelfoto: Picture Point / Roger Petzsche

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