Debakel gegen Hauptstadt-Klub: Füchse deklassieren Leipzig
Berlin - Was für eine Machtdemonstration des amtierenden Deutschen Meisters! Am Ostersonntag hat der SC DHfK Leipzig mit 26:39 (10:20) gegen die Füchse Berlin verloren. Diese deutliche Niederlage ist damit der nächste mentale Tiefschlag für die abstiegsbedrohten Sachsen und hinterlässt eine deutliche Delle im Torverhältnis.
Frank Carstens musste bedauerlicherweise auf Semper verzichten, da der Nationalspieler kurzfristig wegen Adduktorenproblemen ausfiel. Im Tor begann Ebner, nach seinem zuletzt überzeugenden Auftritt gegen Eisenach.
Wie angekündigt, tat sich Leipzig jedoch schwer mit dem Tempospiel der Berliner. Bereits nach zehn Minuten zog Carstens beim Stand von 3:8 für den Hauptstadtklub das Timeout. "Bleibt cool!", forderte der DHfK-Coach von seinen Jungs und brachte Mrkva für Ebner und Bogojevic, um mehr Gefahr aus dem Rückraum zu entwickeln.
Doch den Grün-Weißen fehlte in der Defensive der Zugriff, während man im Angriff bei den seltenen freien Würfen immer wieder am überragenden Füchse-Keeper Ludwig scheiterte. In der 20. Minute baute Berlin die Führung auf 10 Treffer aus (7:17).
Gegen Ende des ersten Durchgangs stabilisierten sich die Sachsen zwar ein Stück weit, doch wirkten insgesamt deutlich angeschlagen. Mit hängenden Köpfen ging es beim Stand von 10:20 für die Gastgeber in die Kabine.
Füchse lassen den Nachwuchs gegen schwache Leipziger ran
Auch nach dem Wiederanpfiff setzte sich das Debakel fort: Die Berliner rissen mit ihrer Offensivpower große Lücken in die Abwehr der Leipziger, während den DHfK-Männern selbst kaum etwas gelang.
"Das ist hart, es so zu formulieren, aber das ist für Berlin ein besseres Trainingsspiel", bilanzierte Dyn-Kommentator und Ex-Nationalspieler Stefan Kretzschmer. "Lasse Ludwig hat mehr Paraden, als die Leipziger Tore geworfen haben."
In der 45. Minute ging es beim Stand von 16:33 nur noch um Schadensbegrenzung aus Sicht der Grün-Weißen, während die Füchse ihren Nachwuchsspielern Spielzeit gaben und den Routiniers eine Pause gönnten.
Am Ende unterlag das Team aus der Messestadt mit 26:39 und muss in den nächsten Tagen alles daran setzen, diese Niederlage hinter sich zu lassen, schließlich empfängt man bereits am Donnerstag Göppingen (19 Uhr).
Titelfoto: Imago / Jan Huebner
