"Mit dem Messer zwischen den Zähnen": Leipzig heiß auf Ostklassiker
Leipzig - Die Handballer des SC DHfK Leipzig müssen am Sonntag (15 Uhr) im Ostklassiker gegen den ThSV Eisenach vor heimischer Kulisse punkten, um sich damit Luft im Abstiegskampf zu verschaffen! Die Statistik spricht dabei jedoch auf den ersten Blick gegen die Hausherren aus der Messestadt.
Der letzte Sieg gegen die Thüringer gelang den Leipzigern nämlich am 19. März 2016 (35:24). Damals erzielte der jetzige DHfK-Kapitän Lukas Binder seine ersten fünf Treffer für die Grün-Weißen.
"Dass es so lange her ist, wusste ich bis jetzt auch nicht", sagte der sichtlich verdutzte "Bindi" bei der Pressekonferenz vor der Begegnung. "Die letzten Spiele gegen Eisenach waren immer Schlachten. Wenn wir mit dem Messer zwischen den Zähnen in das Spiel gehen, bin ich davon überzeugt, dass wir die bessere Mannschaft sind."
Cheftrainer Frank Carstens erwartet ebenfalls erneut ein besonderes und "hochintensives" Spiel, das für seine Mannschaft physisch und mental sehr fordernd sein wird.
"Der ThSV Eisenach ist eine Mannschaft, die von ihrem Kampf lebt", so Carstens. "Wir müssen es schaffen, kämpferisch dagegenzuhalten und das sehr durchbruchlastige Spiel der Eisenacher aufzuhalten. Das Zweikampfverhalten wird ein ganz wichtiger Punkt in diesem Spiel."
Eisenach will "Auswärtsfluch" überwinden
Eisenach steht zwar aktuell mit 17 Punkten aus 25 Spielen auf dem vermeintlich sicheren Tabellenplatz 14, die Thüringer konnten in dieser Saison jedoch noch keinen einzigen Punkt von einem Auswärtsspiel mit nach Hause nehmen.
"Es gibt kein besseres Spiel, um den Auswärtsfluch zu brechen", sagte ThSV-Kapitän Peter Walz am Freitag der "Thüringer Allgemeinen" und warnte sein Team davor, sich zu sicher zu fühlen. "Wir brauchen noch ein paar Zähler. Wetzlar hat gerade gewonnen und Leipzig zeigt inzwischen auch ein anderes Gesicht als zum Saisoneinstand bei uns."
In die Karten spielen könnte dem DHfK am Sonntag womöglich auch ein Magen-Darm-Infekt: Eisenach-Trainer Sebastian Hinze sagte der Zeitung, dass womöglich drei bis vier Spieler deswegen im Ost-Klassiker ausfallen könnten. Um wen es sich dabei handelt, wollte er jedoch "aus taktischen Gründen" nicht verraten.
5300 Karten für den Ostklassiker wurden (Stand Freitagnachmittag) bereits verkauft. Tickets sind noch an der Tageskasse sowie online erhältlich. Außerdem überträgt der Sender "Welt" die Begegnung am Sonntag um 15 Uhr im Free-TV.
Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

