Leipzig/Berlin - Eigentlich müssen die Handballer des SC DHfK Leipzig jede Chance nutzen, um sich im Abstiegskampf Punkte zu sichern. Im Auswärtsspiel am Sonntag gegen den amtierenden Deutschen Meister, die Füchse Berlin, käme ein Punktgewinn wohl aber eher einem Wunder gleich. Kampflos will man sich jedoch natürlich nicht geschlagen geben. Der Füchse-Trainer warnt derweil vorm Tabellenletzten.
Doch vielleicht gelingt den Leipzigern ja ein Wunder, der Ostersonntag bietet aus historischer Sicht jedenfalls die besten Voraussetzungen für ein unerwartetes Comeback (Stichwort: "Auferstehung").
"Berlin hat das beste Tempospiel der Liga und vielleicht insgesamt auch das beste Spiel mit Ball", sagte Leipzigs Cheftrainer Frank Carstens (54).
"Dieses Team ist über die Jahre sehr gut eingespielt und hat mittlerweile auch die nötige Tiefe entwickelt, um in der Bundesliga und gleichzeitig in der Champions League eine starke Rolle zu spielen."
Die Aufgabe seiner Mannschaft sieht Carstens daher darin, das Angriffsspiel entscheidend zu unterbrechen und die Berliner damit in ungünstige Abschlusssituationen zu bringen, aus denen sich dann vielleicht Kontermöglichkeiten für die Grün-Weißen ergeben.
Füchse-Trainer Nicolej Krickau warnt vor "angeschlagenen" Leipzigern
Füchse-Trainer Nicolej (39) Krickau warnte derweil vor den Sachsen. "Wir sind natürlich der Favorit", sagte Krickau am Freitag der "BZ". "Aber wir wissen alle, wie gefährlich das ist, wenn ein angeschlagener Gegner als Riesen-Underdog kommt."
Der Cheftrainer kündigte an, seinen Kader im Spiel gegen die Leipziger breiter nutzen zu wollen. Besonders Spielmacher Tobias Gröndahl (24) soll mehr Einsatzzeit bekommen. "Denn in der entscheidenden Phase brauchen wir es, dass jeder im Spielrhythmus ist", so der Füchse-Coach.
Angepfiffen wird die Begegnung am Ostersonntag um 15 Uhr. "Welt TV" überträgt die Partie dabei live im Free-TV.