Schock für Handball-Trainer Siewert: Zweiter Schlaganfall in kurzer Zeit!
Berlin - Rund ein halbes Jahr nach seinem spektakulären Abschied bei den Füchsen Berlin hat Handballtrainer Jaron Siewert (32) erstmals ein ernstes gesundheitliches Problem offenbart.
"Zwei Monate nach meinem Rausschmiss habe ich einen Schlaganfall erlitten, und da bin ich wirklich am Boden angekommen. Da habe ich alles hinterfragt", offenbart der 32-Jährige im Gespräch mit dem Streamingdienst Dyn.
Für Siewert war es bereits der zweite Schlaganfall nach dem ersten im Jahr 2022 bei einem Training der Füchse. Der erneute Vorfall ereignete sich im Oktober 2025, als der Trainer gerade mal 31 Jahre alt war.
"Da brauche ich keinem erzählen, was das mit einem macht und auch einige Gedanken im Kopf hervorbringt, was die Zukunft betrifft", erklärt der ehemalige Spieler.
Die Ärzte versicherten ihm, dass der Vorfall nichts mit Stress zu tun habe. "Sonst wäre es in der Saison passiert oder spätestens zum Saisonfinale gegen die Rhein-Neckar Löwen", so Siewert.
Ursache sei stattdessen ein Blutverdünner gewesen, der ihm bereits 2022 verschrieben wurde. "Das war ein Medikament, was noch in der Testung war, aber wohl nach neuestem Kenntnisstand nicht für Schlaganfall-Patienten gedacht ist", erzählt der Trainer.
Jaron Siewert hat seinen Rauswurf bei den Füchsen verarbeitet
Nach dem erneuten Schlaganfall sei ihm ein neuer Blutverdünner verschrieben worden. "Mit dem geht's mir ganz gut und ich blicke nach vorne", so Siewert.
Sein Leben präge seitdem Dankbarkeit, das Ganze überstanden zu haben. "Ich blicke nach vorn, setze mir Ziele und möchte noch stärker zurückkommen, als ich vorher war", erklärt der 32-Jährige.
Siewert will wieder als Trainer arbeiten. Er sei mittlerweile voller Energie und für neue Aufgaben bereit: "Ich habe nur den einen Plan, das ist nämlich Plan A und das ist Cheftrainer sein zu wollen und hoffentlich bald auch irgendwo wieder an der Seitenlinie zu stehen. Darauf habe ich die letzten Monate hingearbeitet."
Seinen Rauswurf bei den Füchsen hat er inzwischen ebenfalls verarbeitet. Es habe zwar einige Wochen gedauert, doch in allererster Linie habe er das mit sich selbst ausgemacht, denn er sei sein größter Kritiker gewesen.
Es habe bereits Gespräche "mit drei, vier Vereinen" gegeben, die nach seinem Schlaganfall pausierten. Trotzdem bleibt er zuversichtlich.
Titelfoto: Andreas Gora/dpa

