Nürnberg - Maximilian Paul (26) hatte auf dem Norisring bei Nürnberg einen Schutzengel. Im ersten DTM-Rennen des Wochenendes raste der Dresdner mit 250 km/h in den Südafrikaner Kelvin van der Linde (30).
Gut 20 Minuten vor Rennende brach das Auto von Paul nach rechts in die Leitplanke vor Kurve eins aus. Von dort fuhr der 26-Jährige auf die 180-Grad-Wende zu und traf van der Linde ungebremst in der Fahrertür, blieb im Reifenstapel stehen. Ursache: eine Ölspur.
Am Sonntag stand fest: Bein-OP! Der Dresdner fällt "für Monate aus. Bis er die Kraft im Bein wiederbekommt, die beim Bremsen nötig ist, wird es dauern", sagte Teamchef Gottfried Grasser gegenüber SPEEDWEEK.
Die OP sei "gut verlaufen". Und einen Materialschaden als Unfallursache könne Grasser ausschließen.
Van der Linde, dessen Tür beim Crash wegflog, kam in der Auslaufzone zum Stehen und stieg mit vor Schmerzen gekrümmter Körperhaltung aus dem Fahrzeug. "Der Arm schmerzt ihm", sagte Teamchef Torsten Schubert.
Später gab sein Manager Dennis Rosteck Entwarnung: "Ihm geht es gut. Am linken Bein und Arm hatte er Schmerzen, aber er konnte alles bewegen."